Artikel vom 20.10.2008 0
Germanwings wird offizieller Payback-Partner
Hat der Boomerang-Club ausgedient?
© AirTeamImages.com
Ein Airbus A319 der Germanwings.
Payback-Kunden können künftig auch bei Germanwings Punkte sammeln. Bei jeder Flugbuchung mit Germanwings belohnt Payback seine Mitglieder pro Euro Umsatz mit einem Punkt, zum Start der Kooperation wird es die dreifache Punktezahl geben. Zusätzlich können bereits gesammelte Punkte im Payback Prämienshop gegen Fluggutscheine eingelöst werden.
"Durch die Partnerschaft mit Germanwings erhöhen wir sowohl die Attraktivität unserer Karte als auch die unseres Reiseportals nochmals wesentlich", so Bernhard Brugger, Geschäftsführer der Payback GmbH. Im Rahmen einer Studie hätten sich über 70 Prozent der Payback Kunden eine Fluglinie als Partner im Programm gewünscht. Die Payback-Kunden wird es freuen, den Vielflieger-Kunden im kostenpflichtigen Germanwings-Kundenbindungsprogramm "Boomerang Club" wird die neue Partnerschaft eventuell aber nicht gefallen.
Hat der Boomerang-Club ausgedient?
Bisher können Germanwings-Kunden im Boomerang Club, dem eigenen Kundenbindungsprogramm der Airline, für jeden Flug sogenannte "Boomerang-Meilen" sammeln und diese nach acht Hin- und Rückflügen gegen einen Prämienflug eintauschen. Diese Kunden haben jetzt die Qual der Wahl beim Buchen ihrer Flüge: Entweder sie sammeln Payback-Punkte zur späteren Einlösung im gesamten Payback-Netzwerk oder weiterhin Boomerang-Meilen.
Auch das Bonusprogramm Miles & More der Germanwings-Mutter Lufthansa kooperiert mit Payback. Allerdings können hier Punkte und Meilen untereinander ausgetauscht werden. Dies ist für die Germanwings-Kooperation nicht angekündigt. Dennoch: Payback sei als das größte deutsche Bonusprogramm der ideale Partner für Germanwings, teile die Airline am Montag mit. "Ab sofort bieten wir unseren Kunden noch mehr Anreize, sich für einen Flug mit unserer Günstig-Airline zu entscheiden", sagte Thomas Winkelmann, Sprecher der Germanwings-Geschäftsführung.
Damit könnte das Marketing-Ziel der neuen Partnerschaft für Germanwings vor allem auch darin vermutet werden, den Kunden eine Alternative zum bislang nicht mit Erfolgsmeldungen glänzenden eigenen Bonussystem zu bieten. Die Anzahl der zahlenden Mitglieder im 2006 eingeführten Programm gibt die Airline mit 160.000 an - zum Vergleich: Beim Bonusprogramm Miles & More sammeln über 25 Millionen Kunden regelmäßig Meilen, allerdings kostenlos.
Durch die Zusammenarbeit mit Payback kann sich Germanwings nun also in ein großes Netzwerk attraktiver Partner einbinden. Da die Airline aber dabei nicht den Weg wählt, den bestehenden Boomerang-Club in das größere Netzwerk einzubinden, bleibt fraglich warum sich der Billigflieger überhaupt noch ein eigenes Bonusprogramm leisten will. Es bleibt die Frage: Hat der Boomerang-Club ausgedient?
Stand: 20.10.2008 - 5:15 PM Uhr
Quelle: airliners.de
Anzeigen
Meistgelesen
- 1 Air Berlin wagt den Billigst-Tarif Neue Tarifstruktur
- 2 Lufthansa-A380 heißt «Berlin» Taufe in Tegel
- 3 A400M-Tests in Brandenburg beendet Testflüge verliefen «nicht nach Plan»
Anzeige

Wieder Charterflüge ab Lübeck