Artikel vom 12.01.2012 0
Germania prüft weitere Bremen-Pläne
Rahmenbedingungen
© AirTeamImages.com /Dave Sturges
Germania Airbus A319 beim Start
Die Berliner Fluggesellschaft Germania hat einen Medienbericht zurückgewiesen, wonach das angekündigte Engagement ab Bremen wegen der zögerlichen Umsetzung eines Vertriebskanals gefährdet sei. Alle für den Sommerflugplan 2012 vorgestellten neuen Flüge nach Málaga, Split, Dubrovnik, Korfu, Thessaloniki und Burgas würden planmäßig aufgenommen und seien bereits auch schon buchbar, sagte ein Unternehmenssprecher auf Anfrage von airliners.de.
Aufgrund schwieriger Rahmenbedingungen, beispielsweise durch die geplante sechstägige Schließung der Start- und Landebahn wegen Sanierungsarbeiten August und Beschränkungen beim Nachtflugverbot, habe Germania jedoch den kurzfristigen Ausbau des Engagements - über die bereits angekündigten Flugziele hinaus - am Standort Bremen vorerst auf Eis gelegt.
Der «Weser-Kurier» hatte am Mittwoch berichtet, dass Verzögerungen bei der Gründung des Reise-Vertriebsunternehmens Flybremen die Germania-Pläne gefährden. Flughafenchef Jürgen Bula habe in einem Brief an den Aufsichtsrat über wachsenden Druck geklagt. Fluglinien- und Touristikkunden hätten sich kritisch wegen des fehlenden neuen Vertriebskanals geäußert, zitiert ihn die Zeitung. Ende Januar soll es zu einem Treffen zwischen Bula und Germania-Chef Axel Trampnau in Berlin kommen.
Germania hatte im vergangenen Jahr angekündigt, drei Maschinen in Bremen zu stationieren, zahlreiche Arbeitsplätze am Standort zu schaffen und von Bremen aus neue Ziele anzufliegen.
Bremen für sechs Tage dicht
Der Bremer Flughafen wird im August wegen Bauarbeiten für vier Tage schließen. Zwischen dem 6. und 11. August wollen die Betreiber die rund 2000 Meter lange Start- und Landebahn für rund 5,6 Millionen Euro sanieren. «Wir werden die komplette obere Schicht der Bahn abfräsen und erneuern», sagte Airport-Sprecher Florian Kruse am Donnerstag. Außerdem werden die Lichtzeichen ausgetauscht.
Die Fluggesellschaften seien Ende vergangenen Jahres über die Bauarbeiten informiert worden, sagte Kruse. Sie werden in der Zeit auf die Airports in Hamburg, Hannover oder Münster-Osnabrück ausweichen. Die Start- und Landebahn in Bremen wurde zuletzt im Jahr 1990 erneuert.
Dass Flughäfen für Sanierungsarbeiten für kurze Zeit schließen, ist nach Angaben von Kruse nicht ungewöhnlich. Eine Alternative wäre gewesen, die Landebahn nachts zu erneuern. Doch das hätte drei Monate in Anspruch genommen, so dass die Bauarbeiten 1,5 Millionen Euro teurer geworden wären, sagte Kruse. Für die Anwohner hätte das zudem mehr Lärm bedeutet: Jede Nacht hätten Lastwagen mit tonnenweise abgetragenen Asphalt durch ein Wohngebiet fahren müssen.
Stand: 12.01.2012 - 5:03 PM Uhr
Quelle: airliners.de mit dpa
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