Artikel vom 09.06.2011 0

Emirates startet politische Werbeoffensive

Fokus Arbeitsplätze

Mit einer Werbekampagne reagiert Emirates auf Vorwürfe europäischer Konkurrenzairlines, Golf-Carrier würden in Europa Arbeitsplätze vernichten. Vielmehr würden Airbus-Großbestellung aus Dubai direkt und indirekt tausende Jobs auf dem Kontinent sichern, so die Aussage eines Werbespots, der sich um den Airbus A380 dreht.

Emirates-Werbespot - © © Emirates -

Emirates-Werbespot

Seit gestern wirbt Emirates mit Fernsehspots und im Internet in Deutschland, Frankreich, Spanien und UK gegen den Vorwurf, als aggressiv wachsender Golf-Carrier Arbeitsplätze in Europa zu vernichten.

Der Emirates-Werbespot "Ein Freund für Europa" thematisiert dazu Sicherung von Arbeitsplätzen durch Flugzeugbestellungen in Europa. Die 90 Airbus-A380-Bestellungen durch Emirates alleine würden in Deutschland über 13.000 direkte, indirekte und induzierte Arbeitsplätze schaffen, so Emirates. Direkt beschäftige man darüber hinaus rund 200 Mitarbeiter in Deutschland.

Nachdem der stark expandierende Golf-Carrier bei seinen Bemühungen um weitere Landerechte in Deutschland trotz jahrelanger Lobbyarbeit bis heute nicht maßgeblich weitergekommen ist, soll die Werbekampagne rund um einen Airbus A380 nun offenbar  Pluspukte in der breiten Öffentlichkeit sammeln. Noch bis Ende Juni 2011 läuft der Werbespot dazu auf verschiedenen Fernsehsendern.

Emirates versucht in Deutschland bereits seit längerem mehr Landerechte zu erhalten. Bislang scheiterte die Airline aber bei den Bemühungen, einen bilateralen Vertrag entsprechend auszuweiten. Emirates darf zur Zeit nur vier Destinationen in Deutschland ansteuern, ist bei den Frequenzen aber nicht gedeckelt. Daher baut Emirates nun zunächst die Frequenzen in Hamburg, Frankfurt und München aus.

Hinter der ablehnenden Haltung Deutschlands, zukünftig auch Berlin und Stuttgart ins Streckennetz aufnehmen zu können, vermutet Emirates eine politische Einflussnahme der Lufthansa. Lufthansa-Chef Franz hatte zuletzt auf der Hauptversammlung kritisierte, dass Emirates, Qatar und Etihad mit Niedrigstpreisen versuchten, Verkehr von europäischen Drehkreuzen zu den Hubs nach Dubai, Doha und Abu Dhabi zu verlagern. Dadurch würden Arbeitsplätze in Deutschland gefährdet, so die Argumentation.

Stand: 09.06.2011 - 1:28 PM Uhr

Quelle: airliners.de

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