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Artikel vom 20.05.2010

Henri Courpron führt ILFC

Die Flugzeug-Leasingfirma ILFC hat einen neuen Präsidenten und CEO. Henri Courpron wird die AIG-Tochter künftig führen. Er löst damit Alan Lund ab, der den Posten interimsweise übernommen hatte.

Henri Courpron - © © Seabury Group -

Henri Courpron

American International Group, Inc. (AIG) und International Lease Finance Corporation (ILFC) haben am Mittwoch bekannt gegeben, dass Henri Courpron wird künftig das US-Leasingunternehmen International Lease Finance Corporation (ILFC) als Präsident und Chief Executive Officer (CEO) führen. Das gaben der Mutterkonzern American International Group, Inc. (AIG) und ILFC am Mittwoch bekannt. Der 47-jährige folgt damit auf den ILFC-Vizevorstand Alan Lund, der diesen Posten seit März interimsweise inne hatte. Courpron wird am ILFC-Hauptsitz in Los Angeles wirken.

Courpron began seine Karriere 1987 bei Aérospatiale + Airbus France, wo er verschiedene Managementpositionen im Ein- und Verkauf bekleidete, bevor er zu Airbus North America wechselte. Dort hatte er zwischen 1992 und 2005 unterschiedliche Executive-Positionen inne, inklusive Präsident und CEO der Airbus North America Holdings. Danach kehrte Courpron nach Frankreich zurück und arbeitete bis 2007 als Airbus Executive Vice President – Einkauf. Anschließend ging Courpron als Präsident zur Seabury Group, einer Investmentbank, die sich auf Luft- und Raumfahrt spezialisiert hat.

ILFC (International Lease Finance Corporation) wurde 1973 gegründet. Der amerikanische Rückversicherer AIG erwarb ILFC 1990. Nach dem finanziellen Kollaps von AIG im Jahr 2008 stand auch der Verkauf der Leasingsparte monatelang zur Disposition.

Als weltgrößter Flugzeug-Käufer vermietet ILFC die Maschinen an Fluggesellschaften. Im Bestand sind derzeit mehr als 1.000 Flugzeuge, knapp 170 weitere Jets mit einem Gesamtwert von 16,7 Milliarden Dollar wurden bei Airbus sowie bei Boeing geordert. Viele Fluggesellschaften leasen Maschinen über ILFC, um ihre eigenen Kapitalreserven zu schonen. Die AIG-Tochter ist profitabel, benötigt aber für die Neuanschaffungen viel frisches Geld. Der Zugang dazu ist durch die hauseigenen Probleme und die Finanzkrise massiv erschwert.

Stand: 20.05.2010 - 11:45 AM Uhr

Quelle: airliners.de

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