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Artikel vom 26.08.2010

Air Berlin bekräftigt Prognose

Halbjahresbilanz

Nachdem am Mittwoch schon erste Eckdaten bekannt wurden, hat Air Berlin am Donnerstag die komplette Bilanz für das erste Halbjahr vorgelegt. Bei steigendem Umsatz verdoppelte sich der Verlust im operativen Geschäft. Die Fluglinie macht dafür den harten Winter und die Flugausfälle durch Vulkanasche verantwortlich.

Air Berlin Airbus A321-200 - © © Airbus 2008, P.Masclet -

Air Berlin Airbus A321-200

Air Berlin hat sich unzufrieden mit dem Verlauf des ersten Halbjahres gezeigt. Zwar stieg der Umsatz aufgrund des übernommenen TUIfly-Geschäfts binnen Jahresfrist von knapp 1,5 Milliarden auf rund 1,57 Milliarden Euro, wie Deutschlands zweitgrößte Airline am Donnerstag mitteilte. Der operative Verlust sei jedoch von 69,7 Millionen auf 126,9 Millionen Euro gestiegen. Unter dem Strich habe sich der Verlust von 81,4 Millionen auf 150,5 Millionen Euro fast verdoppelt.

Die geschäftliche Entwicklung sei «unbefriedigend», hieß es. Der lange und kalte Winter und die Flugausfälle im Zusammenhang mit dem Vulkanausbruch auf Island hätten zunächst die Kosten stark in die Höhe getrieben und danach zu massiven Umsatzausfällen geführt. Dies habe die operative Entwicklung gekennzeichnet.

Der harte Winter hatte sich im ersten Quartal mit Zusatzbelastungen von 28 Millionen Euro, der Vulkanausbruch im zweiten Quartal mit Einmalaufwendungen von 40 Millionen Euro ausgewirkt.

Verkehrszahlen

Insgesamt sank die Zahl der Passagiere zwischen Januar und Ende Juni um 0,8 Prozent auf 14,23 Millionen, während zugleich die Kapazität um 2,2 Prozent zulegte. In der Folge ging die Auslastung um rund 2,2 Punkte auf 72,6 Prozent zurück.

Prognose bekräftigt

Dennoch bekräftigte das Unternehmen seinen Ausblick für das laufende Geschäftsjahr. Es werde weiterhin mit einer Steigerung des operativen Ergebnisses gerechnet. Positiv auf die operative Marge sollen sich den weiteren Angaben zufolge die anhaltende Kostenkontrolle und das verbesserte Konzept für Drehkreuze auswirken.

Die Sonderbelastungen des ersten Halbjahres will das Management mit dem bereits angekündigten Verkauf von Flugzeugen und der Erstkonsolidierung der Tochter Niki ausgleichen.

Positive Impulse für das zweite Halbjahr erwartet der Vorstand aufgrund der Aufhellung des Konsumklimas in Deutschland. Die Entwicklung der Passagierzahlen weise bereits auf einen verbesserten Geschäftsgang im zweiten Halbjahr hin. In der Folge werde mit einem höheren Jahresumsatz gerechnet. Zudem soll die Nettoverschuldung reduziert werden.

Stand: 26.08.2010 - 10:30 AM Uhr

Quelle: ddp, airliners.de

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