Malev beschließt Stellenabbau und Streckenstreichungen

05.08.2008 - 12:38 0 Kommentare

Ein gutes Jahr nach ihrer Privatisierung hat die ungarische Fluggesellschaft Malev zahlreiche Maßnahmen zur Kosteneinsparung angekündigt. Im Rahmen der 2007 beschlossenen „3-Jahres-Strategie“ sollen nun Stellenabbau, Streckenstreichungen und eine Flottenmodernisierung vorgenommen werden.

Wie Malev in einer Pressemitteilung erklärte, entlässt sie 400 Mitarbeiter und verringert damit ihr Personal um rund ein Fünftel. Die Entlassungen betreffen vor allem Piloten und Flugbegleiter. Bereits im November 2007 hatte die Airline rund 120 Mitarbeiter entlassen. Malev gab an, dass der Stellenabbau sich im bei der Privatisierung festgelegten Rahmen befinde. Dieser sehe vor, dass die Airline ihr Personal nach der Privatisierung um maximal 30 Prozent verringern dürfe.

Auch eine Netzwerkoptimierung soll helfen, Kosten zu sparen. Bereits Ende Juli hatte Malev angekündigt, ihre die zwei Übersee-Ziele, New York und Toronto - für den kommenden Winterfahrplan zu streichen. Man wolle sich stattdessen auf Europa konzentrieren und die Positionierung auf dem regionalen Markt stärken. Neben den europäischen Destinationen sollen außerdem alle Ziele im Nahen Osten erhalten bleiben, hieß es jetzt bei Malev.

Im Rahmen der Flottenerneuerung kündigte die Airline an, fünf Boeing 737 aus dem Flugbetrieb zu nehmen. Diese sollen anderen Fluggesellschaften zum Leasing angeboten werden. Darüber hinaus hatte Malev Mitte Juli bekannt gegeben, ihre derzeitige Regionalflotte, bestehend aus fünf Fokker 70 und zwei CRJ 200ER, durch Maschinen des Typs Bombardier Q400 zu ersetzen.

Malev gehört seit Frühjahr 2007 der privaten ungarischen Gesellschaft Air Bridge Zrt., die der russische Multi-Millionär Boris Abramowitsch kontrolliert.

Von: airliners.de, dpa
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