Malaysia-Airlines-Boeing wird von Satelliten gesucht

12.03.2014 - 16:08 0 Kommentare

Nach dem Verschwinden von Flug MH370 der Malaysia Airlines von den Radarschirmen richtet sich die Aufmerksamkeit auch auf den Einsatz von Satelliten. Bei einem Suchprojekt kann sogar jeder mithelfen.

Screenshot der DigitalGlobe-Website.

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© DigitalGlobe - airliners.de

Eine Boeing 777-200 der Malaysia Airlines.

Eine Boeing 777-200 der Malaysia Airlines.
© AirTeamImages.com - nustyR

Die am Samstag verschwundene Boeing 777-200 der Malaysia Airlines wird auch vom All aus gesucht. So teilte China am Dienstag als erstes Land mit, zehn seiner Satelliten für die Suche nach der verschollenen Maschine entsprechend technisch angepasst zu haben. Und auch Hanoi überwacht das Meer rund um die Insel Tho Chu vor der Südspitze Vietnams - eines der möglichen Absturzgebiete - mit einem Satelliten.

Die Sensoren, mit denen etwa die chinesischen Satelliten ausgerüstet sind, verfügen über hochauflösende optische Teleskope, Infrarot-Kameras und Mikrowellendetektoren. So berichtete es die in Hongkong erscheinende Zeitung «South China Morning Post» am Mittwoch. Allerdings setzt die Natur selbst der modernsten Technik Grenzen. So erschwert Wellengang mitunter die Beobachtung aus dem All.

Dabei ist der Einsatz von Satelliten nur ein Teil der Arbeit, hinzu kommt aber noch die Analyse der von ihnen gelieferten Bilder. Die US-Firma DigitalGlobe hat auf dem Portal «Tomnod» Satellitenaufnahmen vom Südchinesischen Meer sowie dem Golf von Thailand hochgeladen - insgesamt eine Fläche von mehr als 3200 Quadratkilometern, die auf Bitten des Unternehmens nun von den Nutzern nach Wrackteilen oder Öl abgesucht werden können.

Hier können sich Internetnutzer an der Suche nach der verschwundenen Boeing in Form einer "Crowdsourcing"-Kampagne beteiligen und die zur Verfügung gestellten Bilder im Detail begutachten. Der Ansturm auf die Aktion ist aber so groß, dass die Server des Anbieters zum Teil überlastet sind.

Es stellt sich die Frage, ob ein solcher Aufwand nicht zu spät kommt. Denn ein Mangel an Personal bei der 24-stündigen Auswertung der Daten, sowie eine mangelhafte internationale Abstimmung hätten die Erfolgschancen verringert, sagte der Experte für die Auswertung von Satellitenaufnahmen, Chi Tianhe, der «South China Morning Post».

So weisen Fachleute darauf hin, dass seit dem Verschwinden bereits so viel Zeit vergangen ist, dass Trümmerteile wahrscheinlich schon weit weg von der eigentlichen Absturzstelle getrieben wurden. Womit die Zeitspanne, in der man noch irgendetwas von dem Flugzeug der Malaysia Airlines hätte finden können, möglicherweise bereits verstrichen ist.

Von: dpa, airliners.de
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