Mainzer Landtag fordert neue Flugrouten für Frankfurter Flughafen

28.01.2016 - 16:27 0 Kommentare

Die Flugrouten für den Frankfurter Flughafen müssten vollständig überarbeitet werden, fordert der rheinland-pfälzische Landtag. Landesinnenminister Lewentz kritisiert zudem die Ausbaupläne des Airports.

Ein Airbus A380 der Lufthansa im Landeanflug auf den Flughafen Frankfurt. Die Morgensonne lässt dabei eine Wasserdampfwolke rund um das Flugzeug erstrahlen.  - © © dpa - Frank Rumpenhorst

Ein Airbus A380 der Lufthansa im Landeanflug auf den Flughafen Frankfurt. Die Morgensonne lässt dabei eine Wasserdampfwolke rund um das Flugzeug erstrahlen. © dpa /Frank Rumpenhorst

Alle drei Fraktionen im rheinland-pfälzischen Landtag haben einer Entschließung gegen den Fluglärm rund um dem Frankfurter Airport zugestimmt. Damit werde ein wichtiges Signal für einen besseren Schutz der Bevölkerung gesetzt, sagte Landesinnenminister Roger Lewentz (SPD) am Donnerstag in der Aussprache über den Antrag von SPD und Grünen.

Die Flugrouten für den Frankfurter Flughafen müssten vollständig überarbeitet werden, unter Beteiligung der Öffentlichkeit, forderte Lewentz. Mit Blick auf weitere Ausbaupläne des Frankfurter Flughafens sagte der Minister: "Das halten die Menschen in Rheinhessen und in unserer Landeshauptstadt Mainz so nicht mehr aus."

Für die CDU-Fraktion im Landtag gab deren umweltpolitischer Sprecher Wolfgang Reichel der Hoffnung Ausdruck, dass die gemeinsame Anti-Fluglärm-Initiative von Rheinland-Pfalz, Hessen und Baden-Württemberg im Bundesrat eine Mehrheit finde.

Die Initiative war Ende November vergangenen Jahres in die Länderkammer eingebracht worden. Sie zielt darauf, dass Luftfahrtbehörden und die Deutschen Flugsicherung bei der Erarbeitung und Festlegung von Flugverfahren nicht nur auf die Vermeidung von unzumutbarem Fluglärm hinwirken, sondern generell den Fluglärm reduzieren.

Der Flughafenverband ADV bezeichnete die Bundesratsinitiative als nicht zielführend. Mit dem Vorstoß werde ein funktionierendes Rechtssystem konterkariert, mit dem bereits alle Forderungen nach einem besseren Lärmschutz sowie einer transparenteren Flugverfahrensplanung erfüllt werden, hieß es im November.

Von: gk, dpa
Nachrichten-Newsletter

Keine Nachricht verpassen mit unserem täglichen Newsletter.

Anzeige schalten »
  • Fluglärm-Gegner. Einigung über Lärmschutz am Flughafen Frankfurt

    Die Politik einigt sich mit dem Flughafen Frankfurt und dortigen Airlines auf eine Lärmobergrenze. Kritikern ist die freiwillige Vereinbarung zu unverbindlich. Die ADV sieht den Luftverkehrsstandort Frankfurt gefährdet.

    Vom 07.11.2017
  • Ein Passagierflugzeug fliegt über Wohnhäuser bei Flörsheim in der Nähe des Frankfurter Flughafens hinweg. Hessische Kommunen sollen weiter Fluglärm-Entschädigung bekommen

    Hessen will Kommunen weiter finanziell entschädigen, die besonders vom Lärm am Frankfurter Flughafen betroffen sind. Die Planung soll bis zum Jahr 2021 gelten. Die Mittel stammen aus den Dividendeneinnahmen des Landes für die Aktienanteile an der Fraport AG.

    Vom 27.09.2017
  • Übersicht über die Betriebszeiten am Flughafen Hamburg. Petition für längere Nachtruhe in Hamburg nimmt Hürde

    Die Umweltorganisation "BUND" hat rund 13.000 gültige Unterschriften für ein "für eine konsequente Nachtruhe am Hamburger Flughafen" gesammelt. Die Unterzeichner fordern ein Nachtflugverbot ab 22.00 Uhr - und damit eine Stunde früher als bislang. Die Bürgerschaft muss nun beschließen, dass die Volkspetition zustandekommen gekommen ist.

    Vom 26.10.2017

Themen

Es gelten die Forenregeln und Nutzungsbedingungen » mit Unterstützung durch Disqus