airliners.de Magazin

Entwicklung der Passagier-Luftfahrt

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts setzte die Entwicklung der Verkehrsluftfahrt ein, die gerade in den Anfangsjahren zahlreiche verschiedene Designelemente in der äußeren Gestalt der Flugzeuge hervorbrachte. Hugo Junkers gilt als einer der prägendsten Flugzeugkonstrukteure dieser Zeit. So war die Junkers F 13 von 1919 das erste Ganzmetallflugzeuge der zivilen Luftfahrt. Der einmotorige Tiefdecker bot Platz für vier Passagiere und verfügte bereits über bequeme Sessel, ein Heizsystem sowie Innenbeleuchtung.

Lufthansa Junkers F13 (um 1928). Foto: Deutsche Lufthansa AG

Schon vor dem Bau der F 13 hatte Junkers in zahlreichen Flugzeugentwürfen einen eigenen Stil entwickelt: Silber/schwarze Flugzeuge in wellblechbeplankter Metallschalenbauweise prägen das Bild einer ganzen Luftfahrtepoche. Bis heute sind legendäre Junkers Flugzeuge wie etwa die G 38 und die Ju 52 nicht nur in Luftfahrtkreisen bekannt.

Die ab 1931 gebaute dreimotorige Ju 52 bot neben Raum für bis zu 17 Passagiere auch die Möglichkeit zur Gepäckunterbringung. Sie verfügte des Weiteren über eine Lüftung, ein Postfach sowie einen Waschraum mit Toilette. Mit ihrem charakteristischen Erscheinungs bild wurde die Ju 52 zum Synonym für die Luftfahrttechnik der dreißiger Jahre. Der intensive Einsatz der Maschinen in der Zeit des Nationalsozialismus brachte der deutschen Technik neben zweifelhaftem Ruhm auch weltweite Anerkennung. Infolgedessen wurde die Ju 52 auch noch Jahrzehnte nach dem Zweiten Weltkrieg in weiten Teilen der Welt eingesetzt und die Handschrift von Hugo Junkers blieb bis heute erhalten.

Junkers Ju 52. Foto: Deutsche Lufthansa Berlin-Stiftung

Die in den frühen dreißiger Jahren in den USA entwickelten Maschinen des Flugzeugkonstrukteurs Donald Wills Douglas eröffneten eine weitere Stilepoche der Luftfahrtgeschichte. Besonders die DC 3 aus dem Hause Douglas spielte eine nicht zu unterschätzender Rolle in der Entwicklung der Luftfahrt. Wie die Ju 52 wurde auch die Douglas DC 3 zunächst als Passagierflugzeug konzipiert, bevor sie, in großen Stückzahlen produziert, als Militärvariante in der ganzen Welt berühmt wurde. Besonders in Deutschland ist die Douglas DC 3 noch heute als „Rosinenbomber“ aus der Berliner Luftbrücke bekannt.

Douglas DC3 (um 1946) Foto: American Airlines

Die zweimotorige Maschine für bis zu 35 Passagiere war ebenfalls aus Metall gefertigt, verfügte aber im Gegensatz zur eckigen Bauweise der Ju 52 über einen runden Rumpfquerschnitt. Wie auch schon Junkers zuvor setzte Douglas bei seinen Passagierflugzeugkonstruktionen auf Spornrad Anordnungen (lenkendes Rad hinten), die noch einige Zeit lang stilgebend für alle Flugzeuge war.

Weiter zum Kapitel: Nachkriegszeit und erste Langstrecken-Flugzeuge

#

Kolumne: Gefiederte Feinde.

Zur Spaethfolge (83)