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Artikel vom 25.03.2011 0

Frust am Flughafen „Navigating the Airport of Tommorrow“

Geschäftstermin oder Urlaub - als Stressfaktor auf Reisen erweist sich oft der Flughafen. Ganz oben auf der Frustrationsskala: Check-In und die Gepäckabfertigung. Der IT-Dienstleisters Amadeus zeigt in einer neuen Studie, mit welchen Technologien Flughäfen in den kommenden Jahren die Probleme lösen können.

Passagiere warten im Easyjet-Terminal in Berlin-Schönefeld - © © dpa - Hannibal Hanschke

Passagiere warten im Easyjet-Terminal in Berlin-Schönefeld

Wie sich die Anforderungen der Passagiere an moderne Flughäfen wandeln und welche Technologien in den kommenden zehn Jahren dazu beitragen werden, den Passagieren frustrierende Situationen zu ersparen beschreibt eine neue, von Amadeus in Auftrag gegebene Studie mit dem Titel „Navigating the Airport of Tomorrow“.

Die von Norm Rose von Travel Tech Consulting Inc. verfasste Studie zeigt, dass Passagiere auf der ganzen Welt auf Flughäfen immer noch regelmäßig unter beträchtlichen Problemen zu leiden haben, unter anderem während des Check-ins, bei der Abholung und der Aufgabe von Gepäck sowie während der Sicherheitskontrollen.

Die wichtigsten Ergebnisse

Reisende wollen Verbesserungen beim Störungs-Management und bei der Gepäckabfertigung Mit 43 Prozent war das Störungs-Management das wichtigste Einzelsegment, auf dem Reisende sich Verbesserungen wünschen. Darüber hinaus sind Innovationen und Verbesserungen in der Gepäckabfertigung für 34 Prozent der Reisenden wichtig. Eine ähnlich hohe Zahl an Reisenden klagt über Verspätungen beim Check-in, bei der Gepäckaufgabe oder am Gepäckband.

Gepäckbeförderungsanlage unter dem Flughafen Frankfurt - © © dpa -

Gepäckbeförderungsanlage unter dem Flughafen Frankfurt

Fast 40 Prozent der Reisenden würden Dienste nutzen, die ihnen Echtzeit-Informationen über den Status von Flügen und Gepäckabfertigung oder auch Wegweiser durch den Flughafen auf ihre mobilen Endgeräte liefern. Ein Drittel der Befragten wünscht sich mehr Möglichkeiten zur Selbstbedienung, zum Beispiel den Kauf zusätzlicher Dienstleistungen am Automaten und die Möglichkeit, das Gepäck selbst zu kennzeichnen.

Wenn Kunden sich beim Check-in für länger als 30 Minuten anstellen müssen, verschiebt sich die Wahrnehmung der Fluggesellschaft im Durchschnitt um zehn Prozent ins Negative.

Ausblick in das Jahr 2020

Die Studie umfasst auch einen Ausblick auf das Jahr 2020 – und zeichnet ein optimistisches Bild davon, wie spezielle, gerade entstehende Technologien dazu beitragen, die Herausforderungen am Flughafen zu lösen. Einige Beispiele:

  • Vereinfachter Check-in und Passagier-Tracking: Smartphones und Tablet-Computer mit der Fähigkeit zur Near-Field Communication (NFC) können den Weg zu vereinfachten Check-in-Prozessen öffnen, soweit Flughäfen in ihren Gebäuden NFC-Sensoren zur Verfügung stellen. Dies würde den Check-in stark erleichtern und den Fluggesellschaften sogar erlauben, den Weg ihrer Passagiere durch den Flughafen zu verfolgen und daraus mehr Effizienz abzuleiten.
  • Permanente Gepäckkennzeichnung: Die Technologie der Radio Frequency Identification (RFID) ermöglicht permanente Gepäckkennzeichnungen, die die Vielfliegerdaten der Passagiere automatisch weitergeben und die durchgängige Verfolgung des Gepäcks durch den Flughafen, ins Flugzeug und bis zum Ziel der Reise ermöglichen. Das erlaubt Gepäckinformationen in Echtzeit – besonders wertvoll, falls es zu einer Störung kommt.
  • Flughafen-Mitarbeiter mit Tablet-Computern: Wenn sich Tablet-Computer weiter durchsetzen, könnten auf den Flughäfen schon bald mobile Mitarbeiter den Passagieren die benötigten Informationen liefern oder in Spitzenzeiten den Check-in am Schalter unterstützen.

„Unternehmen, die bereit sind, die Herausforderungen an den Flughäfen gemeinsam anzugehen, steht eine strahlende Zukunft bevor“, sagt Julia Sattel, Vice President Airline IT bei Amadeus, zur Studie. Fluggesellschaften, Flughafenbetreiber, Bodenverkehrsdienste und Händler müssten zusammen arbeiten, wenn die Vision dieser Studie Wirklichkeit werden soll, ergänzt sie.

Selbstbedienung und Mobilität seien eindeutig die zentralen Themen am Flughafen von morgen, sagt der Autor der Studie, Norm Rose von Travel Tech Consulting. „Flächendeckende Verbindungsmöglichkeiten bedeuten, dass die Passagiere ständig online sind und daher Kommunikation in Echtzeit erwarten. Selbst kleine Fortschritte wie die Bestätigung, dass das Gepäck an Bord des Flugzeugs angekommen ist, kann stark dazu beitragen, Frustration und Unsicherheit zu minimieren.“ Fluggesellschaften und Flughäfen müssen in neue Systeme investieren, die manuelle Aufgaben automatisieren, Informationen zur Verfügung stellen und in aktive Kommunikation mit den Passagieren treten.

Die englischsprachige Studie „Navigating the Airport in Tomorrow“ kann unter www.amadeus.com/AirportOfTomorrow heruntergeladen werden.

Stand: 25.03.2011 - 5:00 PM Uhr

Quelle: Amadeus, airliners.de

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