Passagiere im Flughafen München © FMG /Werner Hennies
Der Staat hat mit der 2011 eingeführten Flugticketabgabe die erhofften Einnahmen von einer Milliarde Euro nur knapp verfehlt. Insgesamt nahm der Fiskus durch die Steuer, die Reisende für alle Flüge von deutschen Flughäfen aus zahlen müssen, im vergangenen Jahr knapp 961 Millionen Euro ein, wie ein Sprecher des Statistischen Bundesamtes am Dienstag in Wiesbaden sagte. Insgesamt hätten rund 75 Millionen Passagiere im vergangenen Jahr die Flugticketabgabe gezahlt.
Mit rund 85 Prozent habe der Großteil der Fluggäste den niedrigsten Satz von acht Euro für innerdeutsche oder innereuropäische Flüge entrichtet, teilte das Statistische Bundesamt mit. Vier Prozent der Passagiere zahlten demnach den mittleren Satz von 25 Euro für Mittelstrecken, zwölf Prozent der Fluggäste 45 Euro für die Langstrecke.
Die Bundesregierung hatte die Luftverkehrsteuer für alle Flüge von deutschem Boden aus 2011 eingeführt. In diesem Jahr soll die Abgabe aber sinken. Bereits vor der Einführung hatte die Bundesregierung erklärt, durch die Abgabe jährlich rund eine Milliarde Euro einnehmen zu wollen. Der Flughafenverband ADV hatte beklagt, die Abgabe gehe zu Lasten deutscher Billigflieger-Flughäfen, weil die Fluggesellschaften ihren Verkehr von dort zu ausländischen Airports verlagerten.
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