Luftsicherheitsgebühren steigen Anfang 2017 weiter an

Exklusiv 14.11.2016 - 16:01 0 Kommentare

Ab Anfang nächsten Jahres gelten neue Luftsicherheitsgebühren an den deutschen Flughäfen. Lediglich an drei von ihnen sinken sie, an Hubs wie München oder Frankfurt steigen sie hingegen an.

Polizisten stehen im Terminal 1 des Flughafens in Frankfurt. - © © dpa - Boris Roessler

Polizisten stehen im Terminal 1 des Flughafens in Frankfurt. © dpa /Boris Roessler

Bei den Luftsicherheitsgebühren an den deutschen Verkehrsflughäfen wird sich zu Jahresbeginn 2017 einiges ändern. Zum Teil fallen die neu berechnten Gebühren deutlich höher aus als bislang, an drei Flughäfen sinken sie. Das geht aus den airliners.de bislang vorliegenden Zahlen hervor.

Deutlich teurer wird es demnach am Flughafen Frankfurt. Pro Passagier sollen dort künftig 9,56 pro Passagier erhoben werden. Das sind 46 Cent mehr als bislang. Damit setzt sich der Trend der vergangenen Jahre weiter fort. Bis Ende 2015 wurden in Frankfurt 8,24 Euro fällig, bs Ende 2014 waren es 7,78 Euro.

Ein ähnliches Bild ergibt sich am Flughafen München. Derzeit beträgt die Luftsicherheitsgebühr dort 6,39 Euro, demnächst soll sie um 79 Cent auf 7,18 Euro steigen. Auch am bayerischen Airport war die Gebühr in den vergangenen Jahren regelmäßig angehoben worden.

In Berlin-Schönefeld, Leipzig und Hannover sinkt die Gebühr

An drei Flughäfen - Berlin-Schönefeld, Leipzig und Hannover - sinken die Gebühren hingegen gegenüber im Vergleich zum laufenden Jahr. Ab dem neuen Jahr sollen in Schönefeld 6,03 Euro (bislang 6,08 Euro), in Leipzig 5,68 (bislang 6,04 Euro) und in Hannover 8,10 Euro (bislang 8,20 Euro) Luftsicherheitsgebühr je Passagier fällig werden.

Zu den Spitzenreitern zählen laut den Neuberechnungen weiterhin die Flughäfen Erfurt und Saarbrücken. Dort bleibt eine Gebühr in Höhe von zehn Euro bestehen - und damit auch das maximal Mögliche. Offiziell sollen die neuen Luftsicherheitsgebühren für alle deutschen Airports voraussichtlich Anfang Dezember auf der Internetseite des Bundesinnenministeriums und in den Nachrichten für Luftfahrer veröffentlicht werden, teilte ein Sprecher des Bundesinnenministeriums auf Nachfrage mit.

Luftsicherheitsgebühren 2014, 2015, 2016 und 2017 pro Passagier
Gebühren in Euro Stand 12/2014 Gebühren in Euro Stand 12/2015 Gebühren in Euro Stand 12/2016 Gebühren in Euro ab 01/2017
Hahn 3.40 4.40 4.40 4.33
Dortmund 3.71 4.62 5.29 4.86
Bremen 5.80 6.20 8.30 9.57
Münster 6.96 6.99 7.16 7.97
Niederrhein 4.61 4.91 3.71 5.39
Leipzig 3.91 4.80 6.04 5.68
Frankfurt 7.78 8.24 9.10 9.56
Heringsdorf 3.31 3.74 4.02 5.24
Lübeck 6.41 6.98 6.98 -
Rostock 5.34 5.49 4.52 5.90
Sylt 7.74 8.29 10.00 10.00
Braunschweig 8.56 8.56 9.00 10.00
Erfurt 10.00 10.00 10.00 10.00
Saarbrücken 10.00 10.00 10.00 10.00
Memmingen 4.14 4.41 4.52 4.55
Hamburg 4.03 4.30 5.31 5.47
Dresden 5.07 5.65 6.55 7.04
Paderborn 6.03 7.25 7.94 8.36 8.39
Köln/Bonn 6.05 6.05 6.14 6.35
München 5.55 5.82 6.39 7.18
Düsseldorf 4.42 5.30 5.50 5.60
Stuttgart 4.91 5.05 5.69 6.02
Friedrichshafen 7.09 8.19 9.70 10.00
Nürnberg 6.67 7.13 7.79 7.98
Karlsruhe 5.42 6.00 5.76 7.28
Hannover 7.39 8.34 8.20 8.10
Tegel 6.01 5.98 7.30 7.64
Schönefeld 6.13 6.02 6.08 6.03
Magdeburg 10.00 10.00 10.00 10.00
Kassel 10.00 10.00 10.00 10.00

Quelle: Bundesministerium des Innern (BMI)

Die Luftsicherheitsgebühr wird entweder durch die Bundespolizei oder durch die jeweilige Landesbehörde berechnet und eingezogen. Einfluss auf die Gebührenhöhe haben laut Bundesinnenministerium das Passagieraufkommen des jeweiligen Flughafens und Faktoren wie beispielsweise der Standort der Sicherheitskontrollen.

Die Behörden übersenden den Luftfahrtunternehmen anhand der übermittelten Passagierzahlen entsprechende Gebührenbescheide. Die Luftfahrtunternehmen stellen diese Gebühren zumindest zum Teil ihren Passagieren in Rechnung.

Von: gk
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