Luftsicherheits-Taskforce nimmt Arbeit auf

08.04.2015 - 17:01 0 Kommentare

Vor einer Woche angekündigt, hat nach dem Unglück von Germanwings-Flug 4U9525 eine neue Taskforce zu Sicherheitsfragen jetzt ihre Arbeit aufgenommen. Ein erster Arbeits- und Zeitplan wurde bereits verabschiedet.

Flugzeug beim Sonnenuntergang - © © AirTeamImages.com - Luis Rosa

Flugzeug beim Sonnenuntergang © AirTeamImages.com /Luis Rosa

Eine Expertengruppe der deutschen Luftfahrtbranche hat Beratungen über weitere Konsequenzen aus dem Germanwings-Absturz aufgenommen. Geprüft werden sollen zunächst mögliche Veränderungen bei den Sicherheitsfunktionen der Cockpittüren, wie der Bundesverband der Deutschen Luftverkehrswirtschaft (BDL) am Mittwoch mitteilte.

Außerdem geht es darum, ob die Feststellung der Flugtauglichkeit von Piloten verbessert werden kann. Vor- und Nachteile sollen sorgfältig abgewogen werden. Vorschläge sollen nicht im nationalen Alleingang umgesetzt werden. Sie sollen in die Diskussionen auf europäischer und internationaler Ebene einfließen, also bei EASA, ICAO und IATA, so BDL-Hauptgeschäftsführer Matthias von Randow.

Die Fachberatungen der Taskforce zu diesen Themenbereichen sollen in der kommenden Woche beginnen. Am 16. April soll die Frage erörtert werden, ob es Veränderungen an den Sicherheitsfunktionen der Cockpittüren geben muss. Am 20. April soll dann das Thema "Flugtauglichkeit von Piloten" im Mittelpunkt stehen, wie es in der Mitteilung weiter hieß. Weitere Fachberatungen sollen sich anschließen.

© dpa, Paul Zinken Lesen Sie auch: Luftfahrtbranche bildet Taskforce zu Sicherheitsfragen

Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) und BDL-Präsident Klaus-Peter Siegloch hatten die Expertengruppe in der vergangenen Woche angekündigt. Ihr gehören unter anderem Fachleute der Fluggesellschaften und Flugzeughersteller, Flugmediziner, das Verkehrsministerium, das Luftfahrt-Bundesamt und Vertreter von Piloten und des Kabinenpersonals an.

Nach dem Flugzeugunglück am 24. März mit 150 Toten hatten viele Airlines bereits eine Zwei-Personen-Regel für das Cockpit beschlossen. Der Copilot der Germanwings-Maschine steht im Verdacht, den Flugkapitän absichtlich ausgesperrt und dann das Flugzeug zum Absturz gebracht zu haben.

Alle Meldungen zum Germanwings-Unglücksflug 4U9525.

Von: dpa, airliners.de, AFP
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