Ein Airbus A330 der Lufthansa startet vom Flughafen München © Flughafen München
Weil der Ausbau der deutschen Flughäfen immer häufiger am Widerstand der Anwohner scheitert, will die Lufthansa größere Flugzeuge einsetzen. Das sagte Lufthansa-Personalvorstand Stefan Lauer der "Rheinischen Post" (Donnerstagausgabe).
Auf die Frage, wie die Lufthansa angesichts des neuen Nachtflugverbotes in Frankfurt und dem Aus für die dritte Startbahn in München künftig noch wachsen wolle, sagte Lauer: "Mit Ausnahmen von beispielsweise Frankfurt und auch Berlin wird das perspektivisch mit größeren Flugzeugen erfolgen. Das ist dann schon ein limitierender Faktor, denn um uns herum gibt es starke Wachstumsmärkte im Luftverkehr."
Den Bürgerentscheid Münchens gegen den Bau einer dritten Landebahn kritisierte Lauer: "Uns macht es nachdenklich, dass sich in der Bundesrepublik inzwischen ein sehr problematisches Klima gegen Infrastrukturprojekte aufbaut. Nicht nur in München." Lufthansa habe den Eindruck, der Luftverkehr werde in Deutschland "wie die Fußmatte der Industrie" behandelt. Das sei gefährlich.
Zum angekündigten Abbau von 2.500 Lufthansa-Arbeitsplätzen in Deutschland deutete Lauer eine Verlagerung von Jobs ins Ausland an: "Wir wollen Dienstleistungen im Bereich Finanzen und Personal zusammenführen. Das haben vor uns auch schon andere Konzerne getan und damit gute Erfahrungen gesammelt. Wir selbst haben heute schon erfolgreiche Center in Krakau, Mexiko und Bangkok, die Aufgaben für den gesamten Konzern übernehmen."
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