Sparkonzept Lufthansa will 3000 Stellen streichen

26.04.2012 - 14:19 0 Kommentare

Nach einem Medienbericht will die Lufthansa im Rahmen ihres Sparprogramms weltweit 3.000 Verwaltungsstellen streichen. Allein in Frankfurt sollen 1.500 Jobs gestrichen werden.

Lufthansa-Fahnen wehen vor dem Flughafen Frankfurt - © © dpa, F. Rumpenhorst -

Lufthansa-Fahnen wehen vor dem Flughafen Frankfurt © dpa, F. Rumpenhorst

Bei der Lufthansa droht ein möglicherweise massiver Stellenabbau. Ein Sprecher des größten Luftfahrtunternehmens Europas wollte aber am Donnerstag Angaben der «Bild-Zeitung» nicht bestätigen, dass allein in den Verwaltungsbereichen Finanzen, Personal und Buchungen von weltweit 6.000 Stellen 3.000 gestrichen werden sollten. Dazu gebe es keinerlei Beschluss des Vorstands und auch entsprechenden Analysen im Rahmen des Sparprogramms «Score» seien noch nicht abgeschlossen, sagte der Sprecher. Man habe in diesem Zusammenhang immer kommuniziert, dass es auch zu Stellenstreichungen kommen könne.

Im Rahmen von «Score» würden die Prozesse gründlich überprüft, Servicefunktionen der verschiedenen Abteilungen und Tochterunternehmen möglicherweise zusammengefasst, erläuterte die Lufthansa. Ziel sei es, die Aufgaben dort zu erledigen, wo dies am kostengünstigsten möglich sei. Das müsse nicht immer zwangsläufig in der Zentrale der größten Einheit sein. Am Kunden werde nicht gespart, sondern für die Kunden. Derzeit könne Lufthansa noch aus einer Position der Stärke handeln. «Bild» hatte berichtet, dass am Drehkreuz Frankfurt 1.500 von 3.000 Stellen aus den genannten Bereichen gestrichen werden sollten.

Am Wochenende war ein Brief des Lufthansa-Vorstandes bekannt geworden, in dem das Management der Belegschaft einen drastischen Sparkurs ankündigte. Um Kosten zu sparen, will der Konzern demnach unter anderem auf vielen Langstreckenflügen die Erste Klasse abschaffen. Zudem soll in den kommenden drei Jahren die Flugzeugflotte nicht vergrößert werden. Das Unternehmen will mit den Einschnitten sein Ergebnis im Passagiergeschäft um fast eine Milliarde Euro jährlich verbessern.

Dem Plan zufolge sollen demnach die verbleibenden Mitarbeiter in der Verwaltung ausgegliedert und in der neuen Gesellschaft "Global Business Services" zusammengeführt werden. Allerdings würden diese dort zu schlechteren Konditionen beschäftigt. Demnach sollen die Beschäftigten weniger Geld erhalten und länger arbeiten.

Von: AFP, dpa
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