Verhandlungen starten im Februar

Lufthansa: Verdi fordert 5,2 Prozent

28.11.2012 - 09:35 0 Kommentare

Die Gewerkschaft Verdi fordert für mehr als 50.000 Beschäftigte der Lufthansa 5,2 Prozent mehr Geld. Zudem hat sich die Tarifkommission für eine noch unbezifferte Gewinnbeteiligung und eine Beschäftigungssicherung ausgesprochen.

Check-in-Schalter der Lufthansa am Flughafen M - © © dpa - Peter Kneffel

Check-in-Schalter der Lufthansa am Flughafen M © dpa /Peter Kneffel

Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi fordert für die rund 50.000 Beschäftigten der Lufthansa am Boden und in der Kabine eine Lohnerhöhung von 5,2 Prozent. Zudem verlange die Gewerkschaft den Ausschluss betriebsbedingter Kündigungen und die Übernahme der Auszubildenden, sagte eine Sprecherin nach der Sitzung der Tarifkommission am Dienstag in Frankfurt am Main. Die Laufzeit für den neuen Tarifvertrag solle zwölf Monate betragen.

Die Forderung sei angesichts der soliden wirtschaftlichen Entwicklung des Konzerns angemessen, erklärte Verdi-Vorstandsmitglied Christine Behle. Wegen des Sparprogramms benötigten die Leute zudem Schutz vor betriebsbedingten Kündigungen.

Der aktuelle Tarifvertrag bei der Lufthansa läuft Ende Januar aus. Erste Verhandlungsrunde ist laut Verdi-Sprecherin am 17. Januar in Frankfurt am Main. Die Lufthansa wollte die Forderung nicht kommentieren. "Wir verhandeln am Verhandlungstisch", sagte eine Sprecherin.

Für die rund 18.000 Lufthansa-Flugbegleiter verhandeln zwei Gewerkschaften: Verdi und und die Flugbegleiter-Gewerkschaft UFO. Ein Abschluss gilt aber für alle Mitarbeiter der Fluggesellschaft in der Kabine. UFO hatte sich bereits Mitte November mit der Lufthansa auf ein Gehaltsplus von fast 4,6 Prozent und einen Kündigungsschutz bis Ende 2014 geeinigt. Gleichwohl strebt Verdi eigene Verhandlungen an.

Die Lufthansa durchläuft derzeit ein Sparprogramm, mit dem sie unter anderem weltweit 3.500 Stellen in der Verwaltung streichen will. Zusammen mit anderen Schritten will das Unternehmen damit sein Ergebnis bis 2015 um 1,5 Milliarden Euro verbessern.

Von: AFP, dpa
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