Lufthansa-Tochter erhält Milliardenauftrag vom Bund

09.01.2018 - 12:41 0 Kommentare

Die Lufthansa-Tochter LSAG rechnet laut eines Medienberichts in den nächsten Jahren Dienstreisen des Bundes ab. Federführend war bislang die Commerzbank. Dabei geht es um einen Milliardenbetrag.

Kontaktloses Bezahlen mit einer LASG-Karte. - © © Lufthansa Air Plus Servicekarten GmbH -

Kontaktloses Bezahlen mit einer LASG-Karte. © Lufthansa Air Plus Servicekarten GmbH

Der Bund hat den Kreditkartenservice für Dienstreisen von Beschäftigten in Behörden und Institutionen federführend auf die Lufthansa-Tochter Air Plus Servicekarten GmbH (LASG) übertragen. Dies berichtet die "Welt am Sonntag" unter Berufung auf das Bundesinnenministerium. Bislang lief der Auftrag für das Travel-Management-System des Bundes über die Commerzbank; LSAG war jahrelang als Subunternehmerin eingebunden.

Der Auftrag umfasst die zentralen Reisestellen der Behörden als auch die Kreditkarten (Corporate Cards) der Bediensteten, "die ausschließlich für dienstliche Zwecke bestimmt sind", schreibt die Zeitung. Der Bund gibt in den nächsten fünf Jahren rein rechnerisch rund 1,5 Milliarden Euro unter anderem für Flüge, Bahntickets, Mietwagen, Taxifahrten oder Restaurantbesuche aus.

Knapper Kommentar von LASG

Die Lufthansa-Tochter verdient hauptsächlich an dem sogenannten Interbankenentgelt - einer Gebühr, die bei Kartenzahlungen anfällt und das kartenherausgebende Unternehmen erhält. Durch die EU-Neuregelungen zur Kappung von Gebühren für Firmenkreditkarten ist der Markt der Kreditkartenanbieter allerdings im Umbruch.

Das ist ein bedeutender Auftrag für uns.

LASG laut "Welt am Sonntag"

Die Kranich-Tochter ist einer der weltweit größten Anbieter für Zahlungs- und Auswertungsdienste für Geschäftsreisende. So betreut sie laut der Zeitung rund zwei Drittel aller größeren deutschen Unternehmen bei der Bezahlung und Abrechnung von Geschäftsreisen. Weltweit sind es über 46.500 Kunden, die der LASG 2016 einen zweistelligen Milliardenumsatz einbrachten.

Von: cs
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