Do & Co zeigt Interesse

Lufthansa: Teilverkauf von LSG Sky Chefs?

16.11.2012 - 11:52 0 Kommentare

Lufthansa soll einem Medienbericht zufolge einen Teilverkauf ihres Caterers LSG Sky Chefs prüfen. Doch inzwischen steht Lufthansa bei der Partnersuche nicht mehr allein da.

Catering an einem Airbus A380 durch LSG Sky Chefs - © © LSG -

Catering an einem Airbus A380 durch LSG Sky Chefs © LSG

Die Lufthansa prüft Insidern zufolge einen Teilverkauf ihrer Bordverpflegungssparte LSG Sky Chefs. Europas größte Fluggesellschaft habe die Investmentbank JPMorgan Chase als Berater engagiert, um nach einem möglichen Investor zu suchen, erfuhr die Nachrichtenagentur Bloomberg von mit der Sache vertrauten Personen. Eine Lufthansa-Sprecherin wollte die Informationen nicht bestätigen. "Wir überprüfen kontinuierlich, welche Aufstellung für den Konzern und die Konzerngesellschaften sowie für deren Weiterentwicklung die Vorteilhafteste ist", sagte sie am Freitag. Derzeit gebe es dazu nichts Neues zu verkünden. JPMorgan lehnte eine Stellungnahme ab.

Bereits im Juni hatte der österreichische Caterer Do & Co Interesse an einem Einstieg bei den Sky Chefs bekundet. Unterdessen steht die Lufthansa bei der Partnersuche nicht alleine da. Die französisch-niederländische Konkurrentin Air France-KLM denkt Informationen vom Sommer zufolge angeblich ebenfalls über einen vollständigen oder teilweisen Verkauf ihres Bordverpflegers Servair nach und hat ebenfalls Investmentbanker mit der Prüfung beauftragt.

Mit den LSG Sky Chefs hat die Lufthansa den größten Bordverpfleger der Welt unter ihrem Dach. In den vergangenen Quartalen hat sich die Sparte positiv entwickelt. Schwieriger sieht es im Kerngeschäft der Lufthansa aus: Mit einem milliardenschweren Sparprogramm will Unternehmens-Chef Christoph Franz die Fluglinie angesichts harter Konkurrenz und hoher Treibstoffkosten fit für die Zukunft machen.

Von zwei Verlustbringern hat sich die Lufthansa in diesem Jahr bereits getrennt. Die britische Tochter BMI überließ sie der British-Airways-Mutter International Airlines Group (IAG). Die chinesische Frachtfluggesellschaft Jade, an der die Deutschen einen Minderheitsanteil hielten, ging in die Insolvenz. Für ihre IT-Sparte Systems hatte die Lufthansa bereits früher einen Partner gesucht, das Vorhaben am Ende aber erfolglos abgebrochen.

Von: dpa-AFX
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