Lufthansa Technik trotzt dem Preisdruck

22.03.2017 - 07:59 0 Kommentare

Die Preisrückgänge für Wartungsarbeiten setzen der Branche zu. Die Lufthansa Technik steigert im abgelaufenen Jahr trotzdem ihren Umsatz. 2017 warten große Baustellen auf das MRO-Unternehmen.

Eine Boeing 747-400 steht vor der großen Jumbo-Halle bei der Lufthansa Technik AG in Hamburg. - © © dpa - Bodo Marks

Eine Boeing 747-400 steht vor der großen Jumbo-Halle bei der Lufthansa Technik AG in Hamburg. © dpa /Bodo Marks

Das Geschäft der Lufthansa Technik hat sich im vergangenen Jahr stärker auf Kunden außerhalb des Lufthansa-Konzerns verlagert - diese machen immer noch mehr als zwei Drittel des Umsatzes aus. So steht es im Geschäftsbericht 2016 der Technik-Tochter der Lufthansa Group. Der bei weitem wichtigste Absatzmarkt bleibt Europa, doch das Wachstum kommt aus Asien und Amerika.

Der Umsatz der Lufthansa Technik erhöhte sich im vergangenen Jahr um 0,9 Prozent auf 5,1 Milliarden Euro. Damit konnte der Teilkonzern Preisrückgänge auf dem Weltmarkt für Wartungs-, Reparatur- und Überholungsleistungen für zivile Flugzeuge mehr als ausgleichen.

Gewinn verringert sich um rund zehn Prozent

Der Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) verringerte sich gegenüber dem Vorjahr um 9,5 Prozent auf 411 Millionen Euro, doch spielen dabei Sondereffekte aus dem Vorjahr eine Rolle. "Im langfristigen Vergleich erzielte Lufthansa Technik wieder ein sehr gutes Ergebnis", heißt es im Geschäftsbericht.

Doch gibt es bei der Technik-Tochter des Lufthansa-Konzerns auch offene Baustellen und einen Konflikt mit der Gewerkschaft Verdi um die Arbeitsplätze in der Flugzeugüberholung, die in diesem Jahr geschlossen wird.

Unklarheit über Personalabbau

Am Standort Hamburg stellt Lufthansa Technik die Überholung von Flugzeugen in diesem Jahr ein, weil sie nicht mehr wirtschaftlich sei. Dort sind rund 400 Arbeitnehmer beschäftigt, von denen rund 300 von der Schließung betroffen sind. Bislang ist noch offen, ob der Personalabbau wie in früheren Jahren ohne betriebsbedingte Kündigungen über die Bühne geht.

© dpa, Bodo Marks Lesen Sie auch: Lufthansa Technik und MTU Aero Engines bauen Kooperation aus

Das Unternehmen muss dauerhaft mit zwei Trends fertigwerden: Zum einen benötigen moderne Flugzeuge und Triebwerke immer weniger Wartung und Reparaturen. Die Hersteller bemühen sich, die Wartungskosten über den gesamten Lebenszyklus der Maschinen so gering wie möglich zu halten.

Andererseits gibt es auch immer mehr Flugzeuge, so dass der Weltmarkt eher wächst. Dazu kommt jedoch, dass die Hersteller von Triebwerken und Flugzeugen sowie andere Fluglinien auch in dem Markt aktiv sind.

Von: cs, dpa
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