Aufträge für Airbus und Boeing

Lufthansa strebt neue Höhen an

14.03.2013 - 10:01 0 Kommentare

Der Lufthansa-Konzern hat die Bilanz für das vergangene Jahr vorgelegt. Da das operative Ergebnis abgesackt war, soll der strikte Sparkurs weiterverfolgt werden. Eine Dividende fällt aus. Stattdessen sollen Milliarden in neue Flugzeuge investiert werden.

Lufthansa-Vorstandsvorsitzender Christoph Franz.

Lufthansa-Vorstandsvorsitzender Christoph Franz.
© dpa - Boris Roessler

Lufthansa-Vorstandsvorsitzender Christoph Franz (re) und Finanzvorstand Simone Menne (li)

Lufthansa-Vorstandsvorsitzender Christoph Franz (re) und Finanzvorstand Simone Menne (li)
© dpa - Boris Roessler

Airbus A380 der Lufthansa im Juni 2010 am Flughafen Berlin-Tegel

Airbus A380 der Lufthansa im Juni 2010 am Flughafen Berlin-Tegel
© airliners.de - O. Pritzkow

Lufthansa Airbus A320 mit Sharklets

Lufthansa Airbus A320 mit Sharklets
© Lufthansa - Christian Brinkmann

Nach einem massiven Gewinneinbruch will die Lufthansa im laufenden Jahr durch ihren strikten Sparkurs wieder mehr Geld verdienen. Die Lufthansa werde 2013 ihr Sparprogramm "Score" weiter vorantreiben und den operativen Gewinn steigern, erklärte der Konzern zur Bilanzvorlage am Donnerstag in Frankfurt am Main. 2012 war der operative Gewinn von Deutschlands größter Fluggesellschaft um mehr als ein Drittel auf 524 Millionen Euro abgesackt, weil neben der harten Konkurrenz durch Billigflieger und hohen Flugbenzinpreisen auch Kosten für den Sparkurs das Ergebnis drückten.

Bis 2015 will die Lufthansa durch "Score" auf einen operativen Gewinn von 2,3 Milliarden Euro kommen. Vorstandschef Christoph Franz machte klar, dass der Konzern dabei im laufenden Jahr vor großen Herausforderungen steht. "2013 wird ein besonders anspruchsvolles Jahr für Unternehmen und Mitarbeiter", erklärte er.

Die Lufthansa drückt wie auch andere Fluggesellschaften weiter kräftig auf die Kostenbremse und streicht Hunderte Stellen, obwohl sie 2012 unter dem Strich einen Gewinn von 990 Millionen Euro gemacht hat - nach einem Verlust von 13 Millionen Euro im Jahr zuvor. Doch 2012 lebte die Lufthansa überwiegend von den Gewinnen aus dem Wartungs- und IT-Geschäft sowie der Bordverpflegung der LSG Sky Chefs, während die Fluggesellschaften geringe oder im Fall der größten Einheit Lufthansa Passage sogar negative Beiträge lieferten.

Unter dem Strich wird die Lufthansa ihren knappen Milliardengewinn von 2012 im laufenden Jahr dennoch kaum halten können. Zuletzt hatte der Verkauf von Anteilen am Reisebuchungsabwickler Amadeus den Gewinn nach oben getrieben. Der Buchgewinn aus dem Aktienverkauf belief sich alleine auf 623 Millionen Euro. Daher rechnet Franz in diesem Jahr mit weniger Überschuss als 2012.

Neue Jets

Die Dividende für 2012 fällt aus, wie die Lufthansa bereits mitgeteilt hatte. Stattdessen steckt die Fluggesellschaft rund neun Milliarden in die Modernisierung ihrer Flotte: Der Aufsichtsrat gab grünes Licht zum Kauf von zwei weiteren Airbus A380, sechs Boeing 777-300ER für die Tochter Swiss und 100 Flugzeugen der A320-Familie von Airbus.

Lufthansa-Chef hatte im Februar durchblicken lassen, dass der Konzern wohl noch vor Jahresende eine weitere Bestellung auf den Weg bringen will, um ältere Langstreckenmodelle mittelfristig ersetzen zu können.

Von: dapd, dpa-AFX, airliners.de
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