Lufthansa signalisiert neues Interesse an Scandinavian Airlines

27.09.2013 - 11:16 0 Kommentare

Hat die Lufthansa wieder Interesse an SAS? Der scheidende Lufthansa-Chef Christoph Franz hat sich in Schweden zu einer möglichen Übernahme der skandinavischen Star-Alliance-Fluggesellschaft geäußert.

Eine Boeing 737 parkt neben einem Canadair der Lufthansa. - © © dpa -

Eine Boeing 737 parkt neben einem Canadair der Lufthansa. © dpa

Die Lufthansa könne eventuell wieder prüfen, ob ein Kauf sinnvoll sein könnte, sagte Lufthansa-Chef Christoph Franz der schwedischen Zeitung "Svenska Dagbladet" vom Donnerstag. SAS-Chef Rickard Gustafson habe einen wirklich beeindruckenden Job gemacht, SAS habe viele Dinge verbessert.

SAS befindet sich mitten in einem Konzernumbau, der nach fünf verlustreichen Jahren als "letzte Chance" für die Airline gilt. Die Regierungen der an SAS beteiligten Staaten wollen ihre Anteile gerne verkaufen, sollten sie ein gutes Angebot bekommen.

Auf die Frage, ob die Lufthansa schon mit Schweden, Dänemark und Norwegen verhandle, die zusammen 50 Prozent an der SAS besitzen, sagte Franz nur, er sage weder ja noch nein. "Ich sage nur, dass ich wirklich beeindruckt bin von dem, was die SAS im vergangenen Jahr erreicht hat."

SAS hatte in den letzten Jahren die Belegschaft deutlich reduziert und alte Flugzeuge wie die MD-90 ausgeflottet. Zudem trennte sich SAS von der norwegischen Fluggesellschaft Widerøe. Derzeit verhandelt SAS mit Swissport über einen Verkauf der Bodendienste mit 5.000 Mitarbeitern. Die Maßnahmen sollen dazu beitragen, dass SAS bis 2015 wieder profitabel fliegen kann.

Eine Übernahme von SAS sei im Übrigen eine Idee, die schon seit Jahren diskutiert werde, erinnerte Franz. Vor einigen Jahren habe die Lufthansa schon kurz davor gestanden - die Übernahme sei aber unter anderem an der schlechten Lage von SAS gescheitert. Allerdings seien die Voraussetzungen heute vorallem auch durch die aktuellen Wachstumspläne der Norwegian anders als damals.

Auch die Lufthansa durchläuft derzeit ein Sparprogramm. Der Konzern will unter anderem weltweit 3.500 Stellen in der Verwaltung streichen und dadurch zusammen mit anderen Schritten sein Ergebnis im laufenden Geschäft um 1,5 Milliarden Euro verbessern. Derzeit müsse man sich auf bestehende Strukturen konzentrieren. Für SAS sei es wahrscheinlich am besten, dass sie weiterhin die Hausaufgaben macht, so Franz.

Konzernchef Franz verlässt die Lufthansa kommendes Jahr. Er soll im März zum Aufsichtsratschef des Schweizer Pharmariesen Roche gewählt werden.

Von: airliners.de mit AFP
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