Lufthansa will Service an Bord anpassen

20.11.2018 - 15:29 0 Kommentare

Auf A330-Jets setzt Lufthansa ab dem Winter einen Flugbegleiter weniger ein - bleibt nach eigener Angabe aber noch über der rechtlichen Mindestanzahl. Gleichzeitig werden auch die Prozesse an Bord angepasst.

Bordverkauf auf einem Lufthansa-Flug. - © © Lufthansa -

Bordverkauf auf einem Lufthansa-Flug. © Lufthansa

Lufthansa plant, den Service an Bord anzupassen. Nach Angaben eines Konzernsprechers soll auf der Langstrecke nicht nur weniger Personal eingesetzt werden, sondern man arbeite kontinuierlich an der Veränderung der Produkte, die man dem Kunden anbiete. Hier befinden sich verschiedene Szenarien in der Testphase.

Unter anderem werde evaluiert, ob bestimmte Prozesse ablaufen können, bevor die Fluggäste die Kabine betreten, so der Sprecher. Dazu gehöre auch die Frage, ob man beispielsweise die Feuchttücher schon auf den Sitzen platziert oder ob diese auch weiterhin persönlich von Flugbegleitern an die Passagiere ausgehändigt werden sollen.

Modell bereits seit 2014 in Anwendung

Bereits seit 2014 arbeitet Lufthansa auf Flügen mit den A340-300-Langstreckenjets in Absprache mit der Gewerkschaft Ufo mit dem Modell des teilserviceorientierten Pursers. Dadurch werde das Crew-Complement um einen Flugbegleiter reduziert.

Dieses Modell soll ab dem Winter auch bei der A330-Flotte der Lufthansa Classic ex Frankfurt und München zum Einsatz kommen. Ebenfalls war eine Implementierung dieses Systems bei den A350-Maschinen von Lufthansa diskutiert, nun aber wieder verworfen worden, so der Sprecher.

Langstreckenflotte

Lufthansa betreibt auf der Langstrecke 18 Jets des Typs A330-300, 15 A340-300 (davon aktuell noch sechs in Staralliance-Lackierung), 19 A340-600, elf A350, 14 A380 und 32 Boeing 747. Aktuell diskutiert der Konzern eine Neubestellung von Langstreckenflugzeugen bei Airbus oder Boeing.

© Lufthansa, Lesen Sie auch: Lufthansa steht wohl vor Großbestellung

Lufthansa würde dadurch auch weiterhin mit mindestens einem Flugbegleiter über dem gesetzlichen Minimum operieren, heißt es. "Wir garantieren weiterhin eine unverändert hohe Sicherheit und Service-Qualität an Bord unserer Flugzeuge."

Lufthansa beschäftigt konzernweit mehr als 21.000 Flugbegleiter - davon rund 1000 in der Rolle des "Kabinenchefs" (Purser). Da die Crews sowohl auf der Lang- als auch der Kurz- und Mittelstrecke zum Einsatz kommen, lassen sich die Zahlen laut Konzern nicht weiter herunterbrechen. 1

Von: cs
Nachrichten-Newsletter

Keine Nachricht verpassen mit unserem täglichen Newsletter.

Ich habe die Datenschutzbestimmungen zur Kenntnis genommen.

  • CRJ-900 der Lufthansa Cityline. Neue Verhandlungen bei Cityline nötig

    Die Tarifverhandlungen bei Lufthansa Cityline stocken - sowohl fürs Cockpit- als auch fürs Kabinenpersonal. Dabei geht es vor allem um eine langfristige Perspektive für die Airline. Denn in der Vergangenheit war sie Hebel eines anderen Konflikts im Konzern.

    Vom 11.10.2018
  • Flugbegleiterin von Eurowings. Ufo will Eurowings Europe tarifieren

    Eigentlich endet Tarifrecht an den Landesgrenzen. Doch bei der österreichischen Eurowings Europe könnte es zu einem Novum kommen - dem die Airline-Spitze laut der Gewerkschaft Ufo sogar selbst zugestimmt hat.

    Vom 28.11.2018

Themen

Es gelten die Forenregeln und Nutzungsbedingungen » mit Unterstützung durch Disqus