Lufthansa landet in Sachen Zusatzumsatz auf Platz sieben

22.07.2016 - 09:39 0 Kommentare

Zusatzumsätze werden neben den reinen Ticketverkäufen für Fluggesellschaften immer wichtiger. In einem weltweiten Top-Ten-Ranking landete die Lufthansa jetzt auf Platz sieben. "Eingerahmt" wird sie von zwei europäischen Konkurrenten.

Koffer liegen in der Gepäckabfertigungsanlage des Flughafens Düsseldorf auf einem Fließband.  - © © dpa - Marius Becker

Koffer liegen in der Gepäckabfertigungsanlage des Flughafens Düsseldorf auf einem Fließband. © dpa /Marius Becker

Der Lufthansa-Konzern hat im vergangenen Jahr einen Zusatzumsatz von rund 1,35 Milliarden Euro erzielt. Damit landete er in einer Top-Ten-Liste von Airlines weltweit auf Platz sieben. Das geht aus einer von Cartrawler gesponserten Analyse der IdeaWorksCompany hervor. Insgesamt hatte die Lufthansa 32,1 Milliarden Euro umgesetzt.

Als Zusatzumsatz wird in der Untersuchung der Umsatz definiert, der über den reinen Ticketverkauf auf direktem Weg an die Passagiere hinausgeht. Dazu gehören beispielsweise zubuchbare Gepäckoptionen sowie Vielfliegerprogramme.

In die Top-Ten 2015 schafften es unter anderem auch Ryanair mit rund 1,58 Milliarden Euro auf Platz sechs (Anteil am Gesamtumsatz: 24 Prozent) sowie Easyjet mit zirka 1,33 Milliarden Euro auf Platz acht. Spitzenreiter wurde United mit umgerechnet 5,62 Milliarden Euro Zusatzumsatz.

In Sachen Umsatzanteil und Zusatzumsatz pro Kunde hat aber eine andere amerikanische Fluggesellschaft die Nase vorn: Bei Spirit Airlines machen die Ticketverkäufe der Studie zufolge nur noch 57 Prozent des Umsatzes aus. Der Rest - also 43 Prozent - entfällt auf beispielsweise auf aufgegebenes Gepäck oder Sitzplatzreservierungen. Pro Passagier kommen so umgerechnet rund 47 Euro in die Kassen der Airline.

© AirTeamImages.com, Jorge Chavez Lesen Sie auch: Zusatzeinnahmen bleiben für Airlines wichtig

Wie wichtig Zusatzeinnahmen für manche Airlines sind, zeigt das Beispiel Ryanair. So standen im Jahr 2014 einem Durchschnittspreis von etwas über 52 Euro pro Ticket Kosten in Höhe von rund 56 Euro gegenüber, schrieb Aviation-Management-Professor Christoph Brützel in einer Kolumne für airliners.de. Erst die Zusatzeinnahmen in Höhe von durchschnittlich 17 Euro pro Ticket machten aus einem Negativ-Ergebnis einen Profit von fast 13 Euro pro Passagier.

Von: gk
Nachrichten-Newsletter

Keine Nachricht verpassen mit unserem täglichen Newsletter.

Ich habe die Datenschutzbestimmungen zur Kenntnis genommen.

  • Carsten Spohr, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Lufthansa AG. Lufthansa-Chef Spohr will Belegschaft verjüngen

    Lufthansa wünscht sich innovationsfreudigere Mitarbeiter. Ältere Lufthanseaten sollen daher mit "attraktiven Angeboten" zum Weggang bewogen werden. Frischer Wind soll dann aus anderen Branchen kommen.

    Vom 19.04.2018
  • Carsten Spohr, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Lufthansa AG. Spohr äußert sich zur Eurowings-Strategie

    Nach dem Ende der Air Berlin setzt Eurowings auf schnelles Wachstum - dies führt zu höheren Kosten, so Lufthansa-Chef Spohr. Bei den Kosten habe man ein ganz klares Vorbild.

    Vom 18.05.2018
  • Eine Maschine des irischen Billigfliegers Ryanair rollt auf dem Flughafen in Frankfurt am Main an einer Lufthansa-Maschine vorbei. Ryanair erwägt Kooperation mit Lufthansa

    Der Billigflieger Ryanair erwartet sinkende Flugpreise und will seine Präsenz in Deutschland ausbauen. Dabei könnte er sich sogar eine Zusammenarbeit mit der Erzrivalin Lufthansa vorstellen.

    Vom 02.05.2018

Themen

Es gelten die Forenregeln und Nutzungsbedingungen » mit Unterstützung durch Disqus