Lufthansa reduziert Einfluss auf britische Flugsicherung

19.11.2013 - 10:47 0 Kommentare

Die Lufthansa versilbert einen Großteil ihrer Anteile an der Airline Group, die an der britischen Flugsicherung beteiligt ist. Auch weitere Fluggesellschaften wollen diesen Schritt gehen.

Lufthansa-Fahnen wehen in Köln vor der Hauptverwaltung der Fluglinie. - © © dpa - Oliver Berg

Lufthansa-Fahnen wehen in Köln vor der Hauptverwaltung der Fluglinie. © dpa /Oliver Berg

Die Lufthansa trennt sich von einem Großteil ihrer Anteile an der Airline Group Limited, über die sie Einfluss auf die britische Flugsicherung NATS hat. Wie mehrere andere Fluggesellschaften auch veräußert Lufthansa die Anteile bis auf einen geringen Minderheitsanteil an den britischen Pensionsfonds Universities Superannuation Scheme (USS), wie das Unternehmen heute in Frankfurt mitteilte.

Für 86 Prozent der Lufthansa-Anteile zahlen die Briten rund 45 Millionen Euro und stocken ihren Anteil an der Airline Group auf 49,9 Prozent auf. Lufthansa hält nach dem Deal nur noch 2 statt bislang 14 Prozent an der Airline Group. Die Transaktion soll im ersten Quartal des kommenden Jahres abgeschlossen werden und bedarf der Zustimmung der Europäischen Kommission.

Den gleichen Weg wie Lufthansa gehen auch die Fluggesellschaften Thomas Cook, TUI Travel und Virgin, hieß es weiter. Thomas Cook und Tui nehmen nach getrennten Mitteilungen aus London je gut 45 Millionen Euro aus dem Deal ein. Thomas Cook will das Geld in den Schuldenabbau stecken, TUI machte über die Verwendung keine Angaben.

Die übrigen Airline-Group-Gesellschafter British Airways, Easyjet und Monarch hatten den Einstieg des Pensionsfonds befürwortet, der den Zuschlag vor der Deutschen Flugsicherung GmbH erhielt. Die entscheidungsrelevante Mehrheit an der Flugsicherung NATS hält der britische Staat.

Von: dpa, dpa-AFX, airliners.de
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