BDL fordert erneut Pflicht zur Schlichtung

Die Lufthansa-Piloten setzen ihren Streik fort. Darum hat der Bundesverband der Deutschen Luftverkehrswirtschaft (BDL) jetzt eine bekannte Forderung erneuert.

Matthias von Randow - © © dpa - Stephanie Pilick

Matthias von Randow © dpa /Stephanie Pilick

Der Bundesverband der Deutschen Luftverkehrsgewerkschaft (BDL) hat anlässlich des Lufthansa-Pilotenstreiks erneut eine vorgeschaltete Schlichtung gefordert. "Was wir für den öffentlichen Luftverkehr brauchen, sind Regeln, die vor das letzte Mittel des Streiks eine Schlichtung vorschalten", sagte jetzt Matthias von Randow, Hauptgeschäftsführer des BDL.

Im Luftverkehr seien auch kleine Gruppen in der Lage, den gesamten Flugverkehr lahmzulegen, ohne dass die betroffenen Unternehmen Beteiligte im jeweiligen Konflikt sind, so die Begründung. Die im Tarifeinheitsgesetz vorgesehene friedenstiftende Wirkung könne sich daher nicht entfalten.

Der Verband fordert außerdem längere Ankündigungsfristen für Streiks, die Vereinbarung einer Notversorgung sowie die Verpflichtung zur Urabstimmung. Ähnliche Regeln gebe es bereits in den USA, Frankreich, Italien oder Spanien, hieß es.

© dpa, Matthias Balk Lesen Sie auch: CDU fordert Gesetz zur Zwangsschlichtung von Tarifkämpfen

Die Forderungen des Verbandes sind nicht neu. Bereits im Mai 2015 und im April dieses Jahres hatte sich der BDL ähnlich geäußert.

Der CDU-Wirtschaftsflügel hatte kürzlich ein Gesetz zur Zwangsschlichtung von Tarifkonflikten gefordert. Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles (SPD) sei nun "gefordert, endlich entsprechend zu handeln", sagte Unionsfraktionsvize Michael Fuchs (CDU) der "Bild". Nahles' Ministerium wies den Vorschlag jedoch zurück.

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Von: ch

Datum: 29.11.2016 - 17:16

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