BDL fordert erneut Pflicht zur Schlichtung

29.11.2016 - 17:16 0 Kommentare

Die Lufthansa-Piloten setzen ihren Streik fort. Darum hat der Bundesverband der Deutschen Luftverkehrswirtschaft (BDL) jetzt eine bekannte Forderung erneuert.

Matthias von Randow - © © dpa - Stephanie Pilick

Matthias von Randow © dpa /Stephanie Pilick

Der Bundesverband der Deutschen Luftverkehrsgewerkschaft (BDL) hat anlässlich des Lufthansa-Pilotenstreiks erneut eine vorgeschaltete Schlichtung gefordert. "Was wir für den öffentlichen Luftverkehr brauchen, sind Regeln, die vor das letzte Mittel des Streiks eine Schlichtung vorschalten", sagte jetzt Matthias von Randow, Hauptgeschäftsführer des BDL.

Im Luftverkehr seien auch kleine Gruppen in der Lage, den gesamten Flugverkehr lahmzulegen, ohne dass die betroffenen Unternehmen Beteiligte im jeweiligen Konflikt sind, so die Begründung. Die im Tarifeinheitsgesetz vorgesehene friedenstiftende Wirkung könne sich daher nicht entfalten.

Der Verband fordert außerdem längere Ankündigungsfristen für Streiks, die Vereinbarung einer Notversorgung sowie die Verpflichtung zur Urabstimmung. Ähnliche Regeln gebe es bereits in den USA, Frankreich, Italien oder Spanien, hieß es.

© dpa, Matthias Balk Lesen Sie auch: CDU fordert Gesetz zur Zwangsschlichtung von Tarifkämpfen

Die Forderungen des Verbandes sind nicht neu. Bereits im Mai 2015 und im April dieses Jahres hatte sich der BDL ähnlich geäußert.

Der CDU-Wirtschaftsflügel hatte kürzlich ein Gesetz zur Zwangsschlichtung von Tarifkonflikten gefordert. Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles (SPD) sei nun "gefordert, endlich entsprechend zu handeln", sagte Unionsfraktionsvize Michael Fuchs (CDU) der "Bild". Nahles' Ministerium wies den Vorschlag jedoch zurück.

Alle Meldungen zum Lufthansa-Pilotenstreik.

Von: ch
Nachrichten-Newsletter

Keine Nachricht verpassen mit unserem täglichen Newsletter.

Ich habe die Datenschutzbestimmungen zur Kenntnis genommen.

  • Flugpassagiere stehen auf dem Flughafen in Stuttgart vor einer Anzeigetafel. Bund befürwortet Reform der Fluggastrechte

    Die Bundesregierung spricht sich im Koalitionsvertrag erstmals klar für eine Neuregelung der EU-Fluggastrechte aus. Doch die Umsetzung wird wohl noch Jahre dauern: In Brüssel gibt es viele Hindernisse.

    Vom 21.03.2018
  • Eurowings-Geschäftsführer Oliver Wagner. Eurowings erklärt Preisdiskussion für beendet

    Das Bundeskartellamt untersucht die Preise der Lufthansa-Airlines auf innerdeutschen Strecken. Ob man ein Hauptprüfungsverfahren beginnt, ist dort noch nicht entschieden. Indes erklärt Eurowings-Chef Wagner die Debatte für beendet.

    Vom 08.03.2018

Themen

Es gelten die Forenregeln und Nutzungsbedingungen » mit Unterstützung durch Disqus