Hoffnungsschimmer im Konflikt mit Lufthansa-Piloten

24.10.2014 - 14:10 0 Kommentare

Die Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit und die Lufthansa suchen wieder das Gespräch. Erstmals seit langem gab es jetzt wieder einen Kontakt, nun wird ein gemeinsamer Termin gesucht.

Flugzeuge der Lufthansa am Flughafen in München. - © © dpa - Peter Kneffel

Flugzeuge der Lufthansa am Flughafen in München. © dpa /Peter Kneffel

Lufthansa-Passagiere können hoffen: Nach acht Streikwellen der Piloten wollen sich die Tarifparteien wieder an einen Tisch setzen. Lufthansa, die Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) und ein Moderator suchen nach einem gemeinsamen Termin, wie ein Lufthansa-Sprecher am Freitag sagte.

Bei den Gesprächen mit der Pilotengewerkschaft soll es Lufthansa zufolge vor allem um einen neuen Vergütungstarifvertrag gehen. Der aktuelle Konflikt dreht sich zwar um den Vorruhestand der Flugkapitäne. «Entscheidend ist aber, dass wir überhaupt wieder ins Gespräch kommen, egal über welches Thema», sagte ein VC-Sprecher. Man bleibe streikbereit, hoffe aber auf konstruktive Gespräche. Insgesamt gebe es derzeit 15 Baustellen.

Die Lufthansa hatte nach Angaben des Unternehmenssprechers die Pilotengewerkschaft während der achten Streikwelle Anfang der Woche eingeladen, über offene Themen zu diskutieren. VC habe Gespräche über die Vergütung der Piloten vorgeschlagen. «Wir begrüßen das», sagte der Lufthansa-Sprecher.

Im Konflikt um die Übergangsversorgung der Piloten mussten Lufthansa, Lufthansa Cargo und Germanwings seit April insgesamt rund 5900 Flüge wegen Streiks der Flugkapitäne streichen. Davon waren nach Angaben der Fluggesellschaft etwa 660.000 Passagiere betroffen. Die achte Streikwelle war nach 35 Stunden in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch zu Ende gegangen.

Die Mehrheit der Bundesbürger hat laut ZDF-Politbarometer kein Verständnis für die Ausstände. Demnach sind 72 Prozent mit den Arbeitsniederlegungen der Piloten nicht einverstanden. Allgemein sind 59 Prozent der Ansicht, dass es gesetzliche Einschränkungen geben sollte, damit Gewerkschaften, die nur einen kleinen Teil der Beschäftigen eines Unternehmens vertreten, nicht das gesamte Unternehmen lahmlegen können.

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Von: dpa
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