Lufthansa-Piloten streiken frühestens ab Mitte Juli

08.07.2015 - 10:02 0 Kommentare

Nach der gescheiterten Schlichtung droht bei der Lufthansa der dreizehnte Pilotenstreik. Laut einem Medienbericht finden die ersten Arbeitskämpfe frühestens ab der zweiten Juli-Hälfte statt.

Ein Mann hält seine Pilotenmütze mit dem Lufhansa-Emblem in der Hand.  - © © dpa - Boris Roessler

Ein Mann hält seine Pilotenmütze mit dem Lufhansa-Emblem in der Hand. © dpa /Boris Roessler

Der nächste Pilotenstreik bei der Lufthansa wird laut einem Pressebericht voraussichtlich frühestens in der zweiten Juli-Hälfte stattfinden. Es werde voraussichtlich bis Mitte Juli dauern, ehe eine Entscheidung über Streiktermine stehe, berichtete das "Handelsblatt". Die Zeitung beruft sich auf ein Informationsschreiben der Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) an ihre Mitglieder.

VC-Sprecher Markus Wahl hatte bereits am Dienstag gesagt, dass neben den noch ausstehenden Beratungen der Tarifkommission auch die Mitglieder auf den neuesten Stand gebracht werden müssten. Dies werde einige Zeit dauern. Seit April 2014 haben die Piloten bislang zwölfmal gestreikt und der Lufthansa mehr als 300 Millionen Euro Schaden zugefügt.

© dpa, Boris Roessler Lesen Sie auch: Streik-Chronologie der Lufthansa-Piloten

Die Gewerkschaft hatte am Montag die Vorgespräche mit dem Unternehmen zur Gesamtschlichtung für gescheitert erklärt und ihre Streikpause beendet. Lufthansa habe darauf bestanden, wichtige Arbeitsplatzthemen aus der Schlichtung auszuklammern, hieß es zur Begründung. Ein Lufthansa-Sprecher sagte dagegen, es sei von Anfang an klar gewesen, dass der Konzern nur über alle offenen Tarifverträge schlichten lassen wolle. Das Unternehmen appellierte an Cockpit, die Verhandlungen umgehend wieder aufzunehmen.

Laut Lufthansa sind mit der Gewerkschaft sechs Tarifverträge offen - unter anderem zum Gehalt, zur Übergangsversorgung und zu den Betriebsrenten der etwa 5400 Piloten der Gesellschaften Lufthansa, Lufthansa Cargo und Germanwings. Für Zündstoff sorgt zudem die Einführung der neuen Billigplattform Eurowings. Sie kann als unternehmerische Entscheidung jedoch kein offizieller Teil der Tarifverhandlungen sein.

Alle Meldungen zum Lufthansa-Pilotenstreik.

Von: ch, dpa-AFX
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