Lufthansa-Piloten drohen mit neuen Streiks in den nächsten Tagen

13.10.2014 - 15:52 0 Kommentare

Die Vereinigung Cockpit hat weitere Streiks der Lufthansa-Piloten für die kommenden Tage angekündigt. Nach dem jüngsten Ausstand bei Lufthansa Cargo soll offenbar «ein deutlicheres Zeichen» gesetzt werden.

Fluggäste stehen vor einem Schalter der Lufthansa. - © © dpa - Franz-Peter Tschauner

Fluggäste stehen vor einem Schalter der Lufthansa. © dpa /Franz-Peter Tschauner

Lufthansa-Passagiere müssen sich auf eine neue Streikwelle der Piloten einstellen. «In den nächsten Tagen ist mit Streiks zu rechnen», sagt ein Sprecher der Gewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) am Montag auf Anfrage. Man sei gesprächsbereit, aber die Lufthansa bestehe auf Maximalforderungen im Konflikt um die Übergangsrente der Piloten.

Nach dem Ausstand bei Lufthansa Cargo vergangene Woche, prüfe die Gewerkschaft, «ein deutlicheres Zeichen zu setzen». Wann es zu einem neuen Ausstand kommen könnte, ließ der Sprecher offen. Arbeitsniederlegungen würden am Vortag angekündigt.

Der Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Tourismuswirtschaft, Michael Frenzel, forderte auf dem diesjährigen Tourismusgipfel in Berlin unter anderem eine Änderung des Tarifrechts. Es könne nicht sein, dass Spartengewerkschaften wie die Vereinigung Cockpit die öffenliche Infrastruktur lahmlegen könnten.

Die VC hat seit April in sechs Streikwellen mehr als 4300 Flüge mit rund 500.000 betroffenen Passagieren ausfallen lassen. Im Tarifstreit geht es um die künftigen Übergangsrenten für 5400 Piloten und Co-Piloten der Fluggesellschaften Lufthansa, Lufthansa Cargo und Germanwings.

© dpa, Arne Dedert Lesen Sie auch: Lufthansa bleibt im Streit mit Piloten hart und kündigt Studie an

Die Lufthansa hat die bisherigen Regeln zum Jahresende 2013 gekündigt. Sie will erreichen, dass die Piloten frühestens mit 60 (bislang 55) Jahren in den bezahlten Vorruhestand gehen können. Zudem soll das durchschnittlich zu erreichende Austrittsalter von 58 auf 61 Jahre angehoben werden. Dazu wurden komplexe Übergangsregeln angeboten.

Von: dpa, airliners.de
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