Lufthansa-Piloten weisen Vorschlag von Personalchefin Volkens ab

16.11.2016 - 12:54 0 Kommentare

Die Piloten der Lufthansa bleiben streikbereit. Daran hat auch ein erneuter Appell von Personalchefin Bettina Volkens nichts geändert. Einen konkreten Streik-Termin gibt es immer noch nicht.

Lufthansa-Personalchefin Bettina Volkens. - © © dpa - Frank Rumpenhorst

Lufthansa-Personalchefin Bettina Volkens. © dpa /Frank Rumpenhorst

Bei der Lufthansa stehen die Zeichen unverändert auf Streik. Die Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit hat jetzt erneut den Vorschlag des Unternehmens abgewiesen, in eine Schlichtung zu den offenen Gehaltsverhandlungen einzusteigen.

Grund sei das viel zu niedrige Gehaltsangebot, das man als Grundlage einer Schlichtung nicht akzeptieren könne, sagte VC-Sprecher Markus Wahl. "Statt nach einer wirklichen Lösung zu suchen, hat Lufthansa so wenig angeboten, um sich für eine folgende Schlichtung bestmöglich aufzustellen." Einen konkreten Termin für die angedrohte 14. Runde des Pilotenstreiks nannte Wahl aber erneut nicht.

"Es ist noch nicht zu spät"

Lufthansa hatte am Mittwoch versucht, den drohenden Pilotenstreik in letzter Minute abzuwenden. "Es ist noch nicht zu spät für eine Einigung", erklärte Personalvorstand Bettina Volkens. "Es gibt keinen Grund, das Instrument der Schlichtung nicht zu nutzen." Beide Seiten sollten "nichts unversucht lassen, gemeinsam doch noch zum Erfolg zu kommen".

Volkens verwies darauf, dass mit anderen Mitarbeitergruppen bereits Schlichtungsgespräche gelungen seien, "auch in schwierigen Phasen". Es bestehe "noch die Chance, erneuten Schaden von unseren Kunden, unserem Unternehmen und unseren Mitarbeitern abzuwenden".

Die Vereinigung Cockpit hatte am Montag die jüngsten Tarifverhandlungen über die Vergütung der Piloten für gescheitert erklärt und Streiks im Passagier- und Frachtverkehr angekündigt. Einen Vorschlag der Lufthansa für eine Schlichtung wies Cockpit zurück, weil das Angebot des Konzerns zur Lohnentwicklung "nicht schlichtungsfähig" sei.

© dpa, Frank Rumpenhorst Lesen Sie auch: Gewerkschaft kündigt neuen Pilotenstreik bei der Lufthansa an

Mit einem Vorlauf von 24 Stunden wollen die Piloten stattdessen den nächsten Steik im laufenden Tarifkonflikt veranstalten. Ausgenommen von dieser Drohung sind nur die Weihnachtsfeiertage.

Von: ch, AFP, dpa
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