Lufthansa-Kunden können nun leichter aus den USA ausreisen

05.09.2016 - 14:24 0 Kommentare

Unter bestimmten Voraussetzungen können Passagiere der Lufthansa nun eine erleichterte Ausreise aus den USA nutzen. Allerdings müssen sie sich dafür zuvor einem nicht ganz unkomplizierten Registrierungsprozess unterziehen.

Sicherheitskontrollen am Hartsfield-Jackson Atlanta International Airport. - © © dpa -

Sicherheitskontrollen am Hartsfield-Jackson Atlanta International Airport. © dpa

Wer regelmäßig und oft in die USA fliegt, kann mit dem Global-Entry-Programm die Einreise beschleunigen. Wer dabei die Lufthansa nutzt, kommt nun auch schneller wieder aus den USA heraus: Als erste europäische Airline ist sie am "Pre-program" der U.S.-amerikanischen Transportation Security Administration (TSA) beteiligt, wie es in einer Mitteilung der Kranich-Airline heißt.

Wer demnach über das Global-Entry-Programm registriert ist, braucht künftig bei der Ausreise aus den USA an der Security-Schleuse am Flughafen beispielsweise Schuhe und Gürtel nicht mehr abzulegen. Zudem kann der Laptop im Handgepäck bleiben.

Für diesen Gewinn an Bequemlichkeit ist allerdings zuvor etwas Aufwand nötig. Interessenten für das Global-Entry-Programm müssen sich zunächst online bewerben. 100 Dollar (umgerechnet knapp 90 Euro) werden dafür fällig. Anschließend werden die Kandidaten von den US-Behörden interviewt. Dazu gehört unter anderem auch die Registrierung biometrischer Daten wie beispielsweise der Fingerabdrücke.

© dpa, Boris Roessler Lesen Sie auch: US-Behörden bieten Global-Entry-Gespräche an deutschen Flughäfen

Die Mitgliedschaft in dem Programm hält fünf Jahre lang, allerdings werden Mitglieder innerhalb von zwei Jahren erneut geprüft.

Wer die Prozedur überstanden hat, dem wird die Reise in die USA erleichtert. Reisende kommen schneller durch die Passkontrollen an bestimmten amerikanischen Flughäfen. Sie gehen zu einem automatischen "Kiosk", an dem sie ihren Pass und Fingerabdruck einscannen lassen und eine Zollerklärung abgeben. Danach können sie direkt zur Gepäckausgabe gehen.

Sozusagen als Äquivalent zum Global-Entry-Programm gibt es in Europa das "Easypass"-System. Nach der Anmeldung in einem Registrierungsbüro der Bundespolizei können auch berechtigte Personen aus den USA diese automatisierte Grenzkontrolltechnik nutzen. Und im Umkehrschluss ist für deutsche Reisende, die Global-Entry nutzen möchten, nach Angaben der Bundespolizei ein Vorcheck an einem "Easypass"-Registrierungsbüro Pflicht.

Von: gk
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