Lufthansa beendet Kranichschutz-Engagement

Die Lufthansa beendet ihr Engagement im Kranichschutz nach über einem Vierteljahrhundert. Nun benötigt das Kranichinformationszentrum bei Stralsund rund 3000 neue Fördermitglieder, um die Arbeit aufrecht zu halten.

Der Lufthansa-Kranich an einer Aussenfassade auf dem Flughafen in Frankfurt am Main.  - © © dpa - Boris Roessler

Der Lufthansa-Kranich an einer Aussenfassade auf dem Flughafen in Frankfurt am Main. © dpa /Boris Roessler

Der Rückzug der Lufthansa als Sponsor des Kranichschutzes hat Vogelfreunde empört. Die Airline, die den Kranich als Wappentier führt, beendet ihr Engagement nach 26 Jahren eigenen Angaben zufolge zum Jahresende. Begründet wurde dies mit einer strategischen Neuausrichtung des gesellschaftlichen Engagements auf soziale und humanitäre Themenfelder.

Um die Lufthansa-Förderung zu kompensieren benötigt die gemeinnützige Kranichschutz-Gesellschaft für das Kranichinformationszentrum in Groß Mohrdorf (Vorpommern-Rügen) zeitnah rund 3000 neue Fördermitglieder, die mit mindestens 50 Euro pro Jahr die Arbeit unterstützen. Das entspricht einer Summe von jährlich 150.000 Euro.

Der Norden Vorpommerns um das Kranichinformationszentrum gilt als einer der bedeutendsten Kranichrastplätze in Zentraleuropa. Etwa 120.000 Kraniche legen allherbstlich auf dem Darß, der Insel Rügen und dem nördlichen Festland Vorpommerns einen Zwischenstopp während ihres Flugs von Nordeuropa zu den Überwinterungsgebieten in Spanien und Frankreich ein. Aktuell rasten zeitgleich rund 20.000 Tiere in der Region. Der Höhepunkt der Kranichrast verzögere sich in diesem Jahr, da die Windverhältnisse mit Winden aus Süd bislang ungünstig gewesen seien.

Von: dpa

Datum: 04.10.2017 - 11:52

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