Lufthansa hat Käufer für Rechenzentren gefunden

22.10.2014 - 09:57 0 Kommentare

Für ihre Rechenzentren hat die Lufthansa mit amerikanischen IT-Konzern IBM einen Käufer gefunden. Rund 1400 Mitarbeiter wären von dem Deal betroffen, der vom Aufsichtsrat noch abgesegnet werden muss.

Das Operation Center in Budapest übernimmt die Fernwartung für die Netzwerk- und Serversysteme der Lufthansa Systems. - © © Lufthansa Systems -

Das Operation Center in Budapest übernimmt die Fernwartung für die Netzwerk- und Serversysteme der Lufthansa Systems. © Lufthansa Systems

Die Lufthansa will ihre Rechenzentren an IBM verkaufen und ihre IT-Sparte Systems auflösen. Die Rechenzentren mit derzeit rund 1400 Mitarbeitern würden künftig von dem IT-Konzern aus den USA betrieben, teilte Europas größte Fluggesellschaft am Mittwoch in Frankfurt mit. Die übrigen 2800 Mitarbeiter von Lufthansa Systems sollen weiter innerhalb des Konzerns ihre Aufgaben erfüllen.

Für die Rechenzentren will die Lufthansa mit IBM einen Service-Vertrag über sieben Jahre schließen und damit jährlich im Schnitt rund 70 Millionen Euro einsparen. Der Umbau drückt allerdings auf den Gewinn: Eine Belastung von rund 240 Millionen Euro vor Steuern werde im laufenden Jahr das Nettoergebnis belasten, nicht aber den operativen Gewinn, hieß es.

Verkauf soll bis Ende März abgeschlossen sein

Den Verkauf der Sparte will die Lufthansa Ende März 2015 abschließen. Die Aufspaltung der Lufthansa Systems und der formale Start der neuen Gesellschaften sollen im ersten Quartal kommenden Jahres erfolgen. Der Aufsichtsrat muss dem Plan noch zustimmen.

Wie die Kranich-Airline weiter informierte, sollen die Standorte Kelsterbach (Hessen) und Budapest erhalten werden. Zum Erhalt der Arbeitsplätze an den übrigen Standorten seien ebenfalls klare Zusagen gemacht worden. Gegen den Verkauf der Rechenzentren hatte sich im Sommer Protest geregt. Betriebsrat und die Gewerkschaft Verdi hatten weitere Verhandlungen gefordert.

© Lufthansa Systems, Lesen Sie auch: Gegen Verkauf der Lufthansa-Rechenzentren regt sich Protest

Ausschlaggebend für die Entscheidung der Lufthansa zugunsten von IBM seien unter anderem die herausragende technologische Kompetenz sowie die globale Präsenz des Unternehmens gewesen. Zudem erhofft sich doe Lufthansa Kostenvorteile aus der Standardisierung von IT-Leistungen im Konzern. Laut Medienberichten hatten sich neben IBM auch HP und Atos für den Deal interessiert, während die deutsche T-Systems nach anfänglichem Interesse bereits abgewunken habe.

Von: dpa, airliners.de
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