Lufthansa-Zahlen: Brussels und Eurowings überraschen

09.02.2018 - 15:58 0 Kommentare

Mehr Passagiere, geringere Auslastung: Die Lufthansa Group legt die Verkehrszahlen für Januar vor. Die Netzwerk-Airlines folgen fast alle dem Gesamttrend, doch Brussels und Eurowings fallen aus der Reihe.

Leitwerke von Eurowings (li.) und Brussels. - © © AirTeamImages.com - Dirk Grothe, Rudi Boigelot

Leitwerke von Eurowings (li.) und Brussels. © AirTeamImages.com /Dirk Grothe, Rudi Boigelot

Die Airlines der Lufthansa Group haben im Januar 8,7 Millionen Fluggäste begrüßt. Dies sind rund 10,1 Prozent mehr als im Vorjahresmonat, heißt es in einer Mitteilung. Die Auslastung sank um 0,4 Punkte auf 75,6 Prozent.

Die Netzwerk-Airlines des Konzerns (Lufthansa, Austrian, Swiss) unterstreichen mit 6,5 Millionen beförderten Passagieren (+5,4 Prozent) und einem Sitzladefaktor von 75,7 Prozent (-1,1 Punkte) den Gesamttrend. Dabei verzeichneten alle drei Carrier höhere Passagierzahlen, aber auch zwei von ihnen gesunkene Werte beim Sitzladefaktor.

Anders hingegen gestalten sich die Zahlen beim Punkt-zu-Punkt-Verkehr. In der Sparte fasst der Konzern Brussels und Eurowings zusammen. Beide Airlines beförderten im Januar mit 2,2 Millionen Fluggästen 27,3 Prozent mehr als im Vorjahresmonat. Allerdings stieg hier die Auslastung: um 3,6 Punkte auf 74,8 Prozent.

Da Brussels auch eigene Verkehrszahlen veröffentlicht hat - 590.329 Fluggäste im Januar (+15 Prozent) -, lassen sich die Werte rein rechnerisch für Eurowings präzisieren: Die Marke hat im Januar 1,56 Millionen Passagiere begrüßt und damit sogar 32,7 Prozent mehr als im Januar 2017. Auch der Sitzladefaktor (RPK geteilt durch ASK, multipliziert mit 100) läge bei Eurowings ohne Brussels leicht erhöht bei 75,1 Prozent.

Die Zahlen im Detail:

Airline
Passagiere
in Millionen
(Veränderung in Prozent*)
Sitzladefaktor
in Prozent
(Veränderung in Punkten*)
Lufthansa
4,5 (+5,7)
76,6 (-1,0)
Swiss
1,3 (+1,5)
75,1 (-2,1)
Austrian
0,7 (+10,5)
69,8 (+0,4)
Netzwerk-Airlines
6,5 (+5,4)
75,7 (-1,1)
Brussels
0,6 (+15,0)
74,3 (+5,6)
Eurowings
1,6 (+32,7)
75,1 (+2,3)
Punkt-zu-Punkt-
Airlines
2,2 (+27,3)
74,8 (+3,6)
Group gesamt
8,7 (+10,1)
75,6 (-0,4)

* = Die Veränderung bezieht sich auf den Vergleich Januar 2018 zu Januar 2017. | Quellen: Lufthansa Group, Brussels Airlines, eigene Berechnung

Erst kürzlich war bekannt geworden, dass Brussels beim Langstreckenausbau der Eurowings eine größere Rolle spielen soll. Kurz zuvor hatte es einen internen Machtkampf über die Integration der belgischen Airline in die Billigplattform Eurowings gegeben.

© Eurowings, Lesen Sie auch: Das plant Eurowings mit der Langstrecke

Von: cs
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