Lufthansa Group befördert mehr Passagiere - Auslastung sinkt

11.04.2016 - 14:24 0 Kommentare

Ein Jahr nach dem Streikmonat hat die Lufthansa Group im März mehr Fluggäste abgefertigt. Die Maschinen der einzelnen Airlines waren schlechter gefüllt - mit einer Ausnahme.

Ein Mann wartet an einem Lufthansa-Ticketschalter im Flughafen München. - © © dpa - Andreas Gebert

Ein Mann wartet an einem Lufthansa-Ticketschalter im Flughafen München. © dpa /Andreas Gebert

Bei der Lufthansa Group ist es ein Jahr nach den Streiks vom März 2015 im Passagiergeschäft wieder besser gelaufen. Das Unternehmen beförderte im abgelaufenen Monat rund 8,4 Millionen Fluggäste und damit vier Prozent mehr, wie der Dax-Konzern jetzt in Frankfurt mitteilte. Ein Jahr zuvor hatten die Lufthansa-Piloten an zwei Tagen die Kurzstrecken- und an zwei Tagen die Langstreckenflüge bestreikt.

Die Auslastung der Jets verschlechterte sich jedoch im März 2016. Sie sank um einen Prozent auf 76,5 Prozent. Die Ticketpreise gingen währungsbereinigt deutlich zurück, hieß es von Seiten der Lufthansa Group.

Im Frachtgeschäft zeigte die Entwicklung im März deutlich nach unten: Die verkaufte Verkehrsleistung brach im Vergleich zum Vorjahresmonat um rund elf Prozent ein. Trotz eines bereits verringerten Flugangebots verschlechterte sich die Auslastung der Frachträume dadurch um fünf Prozent auf etwas mehr als 66 Prozent.

Diese Statistik zeigt die Passagierzahlen und die Sitzauslastung der Lufthansa Group im Zeitraum von März 2015 bis März 2016.

Die Kerngesellschaft Lufthansa Passage transportierte im März rund 4,9 Millionen Fluggäste. Das entspricht einem Plus von vier Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Die Auslastung der Maschinen sank um rund ein Prozent auf 76,5 Prozent.

Auch bei der Swiss ging der Sitzladefaktor zurück, und zwar um fast vier Prozent auf 77,5 Prozent. Die Zahl der Passagiere, die mit der Lufthansa-Tochter unterwegs waren, sank um knapp ein Prozent. Insgesamt fertigte die Schweizer Airline 1,3 Millionen Reisende ab.

© dpa, Arne Dedert Lesen Sie auch: Günstiger Treibstoff beschert Lufthansa enormen Gewinnsprung

Austrian Airlines dagegen verbuchte bei den Fluggastzahlen ein Plus von fast vier Prozent. Die österreichische Airline zählte im März rund 820.000 Passagiere. Aber auch ihre Maschinen waren - ebenso wie Lufthansa Passage und Swiss - schlechter ausgelastet, als noch im Vorjahresmonat. Der Sitzladefaktor sank um mehr als zwei Prozent auf rund 73 Prozent.

Die Eurowings steigerte ihr Passagieraufkommen um rund neun Prozent im Vergleich zum März 2015. Rund 1,3 Millionen Fluggäste waren mit der neuen Billigmarke der Lufthansa unterwegs, deren Angebot derzeit stark ausgebaut wird. Der Sitzladefaktor stieg um fast fünf Prozent auf knapp 78 Prozent.

Von: ch, dpa-AFX
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