Eurowings-Wachstum beschert Lufthansa Group starken Februar

09.03.2018 - 17:04 0 Kommentare

Die Fluggesellschaften der Lufthansa Group wachsen weiter. Im Februar können alle Airlines des Konzerns zulegen, aber keine so viel wie Eurowings - selbst in absoluten Zahlen.

Passagiere warten auf dem Flughafen Köln/Bonn vor einem Schalter der Eurowings. - © © dpa - Oliver Berg

Passagiere warten auf dem Flughafen Köln/Bonn vor einem Schalter der Eurowings. © dpa /Oliver Berg

Die Fluggesellschaften der Lufthansa Group haben weiterhin von der Air-Berlin-Pleite profitiert. Nach der Übernahme von Teilen des insolventen Konkurrenten beförderte Europas größte Airlinegruppe im Februar rund 8,8 Millionen Passagiere, wie sie mitteilte.

Daraus ergibt sich für die Airlines der Lufthansa Group ein Passagierzuwachs von insgesamt 13,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Die Sitzauslastung stieg um 1,2 Punkte auf 76,2 Prozent.

Eurowings wächst um 44 Prozent

Der größte Passagierzuwachs kam dabei erneut von den Punkt-zu-Punkt-Airlines im Konzern. Dazu zählt Lufthansa die Töchter Eurowings und Brussels Airlines. Hier stiegen die Passagierzahlen im Vergleich zum Vorjahres-Februar um über 35 Prozent.

Einzelwerte gibt der Konzern nicht an, Brussels Airlines selbst weist für Februar ein Passagierwachstum von 16,5 Prozent aus, sodass die Zahlen für Eurowings errechnet werden können.

Nach airliners.de-Berechnungen kommt Eurowings im Februar auf ein Passagierplus von rund 44,2 Prozent. Die Auslastung des Lufthansa-Billigfliegers verbesserte sich demnach im Vergleich zum Februar 2017 um 3,5 Punkte auf rund 78 Prozent.

Damit wächst der neue Billigflieger sogar in absoluten Zahlen stärker als Lufthansa: Im Vergleich zum vergangenen Februar beförderte Eurowings rund eine halbe Million Fluggäste mehr. Die Lufthansa selbst kommt bei einem Passagierwachstum von 6,5 Prozent in absoluten Fluggastzahlen auf rund 276.000 mehr Passagiere als im Vorjahreszeitraum.

Ein großes Passagierplus konnte auch Austrian Airlines verbuchen. 16,2 Prozent mehr Passagiere flogen den Angaben nach im Februar mit der österreichischen Lufthansa-Tochter. Swiss konnte um 2,9 Prozent wachsen.

Die Zahlen im Detail:

Airline
Passagiere
in Millionen
(Veränderung in Prozent*)
Sitzladefaktor
in Prozent
(Veränderung in Punkten*)
Lufthansa
4,5 (+6,5)
75,9 (+0,2)
Swiss
1,3 (+2,9)
77,2 (+0,2)
Austrian
0,7 (+16,2)
72,7 (+6,1)
Netzwerk-Airlines
6,5 (+6,8)
75,9 (+0,8)
Eurowings
1,7 (+44,3)
78,0 (+3,5)
Brussels
0,6 (+16,5)
76,7 (+3,9)
Punkt-zu-Punkt-
Airlines
2,3 (+35,3)
77,6 (+3,6)
Group gesamt
8,8 (+13,1)
76,2 (+1,2)

* = Die Veränderung bezieht sich auf den Vergleich Februar 2018 zu Februar 2017. | Quellen: Lufthansa Group, Brussels Airlines, eigene Berechnung

Auch im Frachtgeschäft konnte der Konzern weiter zulegen. Die Verkehrsleistung stieg auf 828 Millionen Tonnenkilometer. Die Auslastung der Frachträume erhöhte sich um 0,2 Punkte auf 71,1 Prozent.

Lufthansa erwartet Ende der Preissteigerungen

Am Markt verschreckten aber offenbar die Lufthansa-Aussagen zur Preisentwicklung. Erstmals nach neun Monaten berichtet die Lufthansa nun wieder von einer "stabilen" Preisentwicklung, nachdem es zuvor seit Mai konsequent aufwärts gegangen war.

Die Aktien der Lufthansa sackten binnen weniger Minuten ins Minus. Das Papier rutschte auf den niedrigsten Stand seit Ende Oktober. Zuletzt notierte die Aktie knapp 6 Prozent tiefer bei 25,70 Euro.

In den zurückliegenden Monaten hatte der Konzern wegen des Wegfalls der Air-Berlin-Kapazitäten noch höhere Preise durchsetzen können. Doch die Lücken, die Air Berlin am Himmel hinterlassen hatte, wurden größtenteils schnell wieder geschlossen.

Von: dh mit dpa
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