Lufthansa und Flugbegleiter trennen sich "ergebnisoffen"

24.06.2015 - 11:43 0 Kommentare

Eine Woche vor dem angekündigten Flugbegleiter-Streik reden Lufthansa und die Gewerkschaft Ufo noch miteinander: Es fand ein Sondierungsgespräch statt. Davor hatten die Flugbegleiter der Airline ein Ultimatum gestellt.

Flugbegleiterin der Lufthansa - © © dpa - Christian Charisius

Flugbegleiterin der Lufthansa © dpa /Christian Charisius

Bei der Lufthansa gibt es noch Hoffnung, den für die kommende Woche angekündigten Streik der Flugbegleiter abzuwenden. Bei einem Sondierungsgespräch am heutigen Mittwoch habe man über mögliche Themen und Teilnehmer einer erneuten Verhandlungsrunde gesprochen, berichtete der Chef der Kabinengewerkschaft Ufo, Nicoley Baublies, hinterher. Man habe sich "ergebnisoffen" getrennt und zunächst keinen Termin vereinbart.

Die Flugbegleiter wollen nach der gescheiterten Schlichtung am 1. Juli erstmals für auskömmliche Betriebs- und Übergangsrenten streiken und dann den Arbeitskampf tageweise bis in den September fortführen - es sei denn, die Lufthansa erfüllt das Ultimatum der Gewerkschaft: Die Airline hat bis zum 30. Juni Zeit, auf gemeinsamer Basis wieder in die Gespräche zur Alters- und Übergangsversorgung des Kabinenpersonals einzusteigen.

Neue Verhandlungsrunde wird geplant

Vom Lufthansa-Vorstand nahmen Personalchefin Bettina Volkens und der Passage-Chef Karl Ulrich Garnadt an der jetzigen Sondierung teil. Nun werde eine erneute Verhandlungsrunde vorbereitet und Ufo dazu Termine vorgeschlagen, sagte ein Unternehmenssprecher. Details könne er noch nicht nennen.

© dpa, Frank Rumpenhorst Lesen Sie auch: Der Lufthansa droht ein Streik-Sommer

Ufo hat - anders als die Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit - grundsätzlich einem Systemwechsel bei den Renten zugestimmt, nach dem Lufthansa nur noch feste Beiträge zahlen und nicht mehr wie bislang für eine bestimmte Rentenhöhe inklusive einer Rendite garantieren müsste. Die geringen Zinssätze am Kapitalmarkt haben die bilanzwirksamen Pensionsrückstellungen des Dax-Konzerns in Milliardenhöhe aufgebläht.

Von: airliners.de, dpa
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