Lufthansa sieht Eurowings auf Kurs

09.03.2016 - 13:07 0 Kommentare

Der Eurowings-Aufbau läuft. Nach Startschwierigkeiten auf der Langstrecke und dem Umbau im Kontinentalverkehr soll die neue Lowcost-Marke der Lufthansa jetzt vor allem wachsen - allerdings etwas langsamer als geplant.

Lufthansa-Vorstand Karl Ulrich Garnadt ist künftig für die neue Eurowings zuständig. - © © dpa - Oliver Berg

Lufthansa-Vorstand Karl Ulrich Garnadt ist künftig für die neue Eurowings zuständig. © dpa /Oliver Berg

Die neue Eurowings entwickelt sich aus Sicht der Lufthansa erfreulich. Der für Eurowings zuständige Vorstand Karl Ulrich Garnadt sagte jetzt auf der ITB in Berlin, das Angebot werde von den Kunden sehr gut angenommen. Das gelte vor allem auch für die Langstrecke.

Nach einem "holperigen Start" habe man schnell reagiert und schnell eine pünktliche Operation erreicht, sagte der Lufthansa-Manager. Eine Task-Force habe die Probleme auch Dank zusätzlicher Kapazitäten der Lufthansa in den Griff bekommen. Ende vergangenen Jahres hatten die Eurowings-Langstrecken mit zum Teil mehrtägigen Verspätungen für Aufsehen gesorgt.

Mehr Langstreckenflugzeuge und weniger Destinationen

Schon im Mai sollen zwei weitere Airbus A330 in der Eurowings-Flotte die bislang hinzugeleasten Flugzeuge von Lufthansa und der Tui ersetzen. Im dritten Quartal stoßen den Angaben zufolge Flugzeug fünf und sechs zur Flotte, bevor Eurowings 2017 dann mit sieben A330 sein zunächst geplantes Ausbauziel erreicht. Damit liege man beim Kapazitätswachstum auf Kurs, so Garnadt.

Allerdings streckt Eurowings die geplante Aufnahme neuer Langstreckendestinationen. So werden Boston und Miami später aufgenommen und das ebenfalls bereits angekündigte Las Vegas vorerst gar nicht.

Insgesamt liege Eurowings beim Businessplan trotz der Verschiebungen auf der Langstrecke aber über den Erwartungen. Die Langstrecken-Auslastung jenseits der 90 Prozent liege weit über den Erwartungen, so Garnadt. Hinzu komme der günstige Ölpreis. Ebenso entwickle sich der Vollcharterbereich gut. Hier werde es mit FTI bald einen neuen Vollcharterflug in den Oman geben.

Mittelstrecke wird günstiger und bekommt WLAN

Auf der Mittelstrecke ist die Auslastung der Eurowings-Flugzeuge derweil noch ausbaufähig. Zuletzt waren die Maschinen nur zu 64 Prozent gefüllt. Zum Sommer erwarte man bessere Zahlen, sagte Garnadt. Unter anderem soll jetzt ein günstigerer Einstiegspreis ab 19 Euro oneway helfen.

Aber auch mit dem Produkt will Eurowings bei den Kunden punkten: Zum Winterflugplan sollen alle Flugzeuge mit einem Inflight-Entertainment-System auf WLAN-Basis ausgestattet sein. Neben kostenlosen Inhalten haben Passagiere dann kostenpflichtig Zugriff auf Filme und Serien. Zukünftig werde das System dann auch um einen Internetzugang erweitert, kündigte Garnadt an.

Derweil konzentriert sich Eurowings auch im Europaverkehr auf den Kapazitätsausbau. Aktuell werden bei Eurowings in Düsseldorf die Regionalflugzeuge durch rund doppelt so große Flugzeuge der A320-Familie ausgetauscht.

© Eurowings, Lesen Sie auch: Eurowings baut die Kapazitäten aus

In Wien soll dann die neue Eurowings Europe zum Sommer den Betrieb unter österreichischer Fluglizenz aufnehmen. Ursprünglich war der Startschuss bereits für März angekündigt. Die österreichische Eurowings soll als Basis für das weitere Wachstum in Europa genutzt und schnell ausgebaut werden.

Das erklärte Ziel der Lufthansa für ihren Lowcost-Ableger bekräftigte der Eurowings-Vorstand nun nochmal: Als pan-europäischer Anbieter von Punkt-zu-Punkt-Verbindungen und Langstrecken soll Eurowings die Nummer drei in Europa werden.

© Eurowings, Lesen Sie auch: Zur Nummer drei in Europa braucht Eurowings noch viel Auftrieb

Von: dh
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