Lufthansa und Eurowings wollen Handgepäckregeln schärfer kontrollieren

03.04.2019 - 14:59 0 Kommentare

Lufthansa und ihre Billigtochter Eurowings wollen ihre Handgepäckregeln besser durchsetzen. Die beiden deutschen Airlines sind nicht die einzigen Fluggesellschaften, die Probleme mit zu viel Cabin-Luggage haben.

Der Koffer fürs Handgepäck darf nicht zu groß sein. - © © dpa - Tobias Hase

Der Koffer fürs Handgepäck darf nicht zu groß sein. © dpa /Tobias Hase

Lufthansa will die bestehenden Handgepäckregeln verstärkt durchsetzen. Eine entsprechende Info an Vertriebspartner bestätigte ein Sprecher auf airliners.de-Anfrage. Um einen reibungslosen Einsteigevorgang, mehr Stauraum an Bord und einen pünktlichen Abflug sicherzustellen, gebe es aktuell gleich mehrere neue Ansätze.

So setzt Lufthansa den Angaben nach seit Anfang April auf eine stärkere Überprüfung der erlaubten Abmessungen und Mengen bereits vor der Sicherheitskontrollen. Die Maßnahme greife weltweit, sagte der Sprecher.

Um "Unannehmlichkeiten" für die Gäste am Flughafen zu vermeiden, sollen Reisebüros zudem Ihre Kunden auf die jeweils geltenden Handgepäckbestimmungen hinweisen, heißt es dazu in der Reisebüro-Info: "Denn sollte das Handgepäck nicht den Bestimmungen entsprechen, muss es an einem Lufthansa-Schalter oder Gepäckautomaten aufgegeben werden. Und wenn es der erlaubten Freigepäckmenge nicht entspricht, kann dabei sogar eine Gebühr fällig werden."

Handgepäckregeln bei Lufthansa und Eurowings

Lufthansa und auch Eurowings erlauben für Economy-Passagiere ein Handgepäckstück (55 x 40 x 23 cm) bis acht Kilogramm. Ausgenommen sind faltbare Kleidersäcke. In der Business-Class sind zwei Handgepäckstücke erlaubt. Zudem können Passagiere ein weiteres kleines Gepäckstück wie eine Handtasche oder einen Laptop mitnehmen.

Auch bei Eurowings will der Konzern die Handgepäckmengen reduzieren. Tests für ein neues Boarding-Konzept seien am Flughafen Köln/Bonn erfolgreich gewesen. Dabei bekommen Reisende einen Hinweis per SMS oder E-Mail und können dann ihr Handgepäck kostenlos beim Checkin abgeben.

Neben Köln/Bonn sollen die neuen Verfahren nun auch für Eurowings-Flüge in Hamburg, Stuttgart und Wien eingeführt werden, heißt es in einer Mitteilung an Reisebüros. Bei ausgebuchten Flügen könne es außerdem vorkommen, dass selbst regelkonformes Handgepäck vor dem Einsteigen am Gate aufgegeben werden müsse, heißt es.

Lufthansa und Eurowings sind nicht die einzigen Fluggesellschaften, die Probleme mit zu viel Handgepäck an Bord haben. Mit hohen Zusatzkosten haben nicht nur die Billigflieger ihre Kunden dazu gebracht, vielfach nur noch mit Handgepäck zu reisen. Jetzt quellen die Gepäckfächer über.

© dpa, Andrea Warnecke Lesen Sie auch: Airlines kämpfen mit Koffer-Mengen an Bord

Ryanair etwa versucht bereits lange, dem Problem mit neuen, strikteren Regeln Herr zu werden. Nachdem die Airline lange zwei Gepäckstücke akzeptierte, ist seit einiger Zeit nur noch eine Handtasche mit den Maximalabmessungen von 40 x 20 x 25 cm erlaubt. Größeres Handgepäck muss kostenpflichtig dazu gebucht oder gegen Gebühr am Checkin abgegeben werden. Einen ähnlichen Ansatz fährt auch Easyjet, wobei hier noch ein normalgroßes Handgepäckstück in der Kabine ohne Zuzahlung erlaubt ist.

Von: dh
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