Lufthansa: Stationierung von Boeing-777-9-Jets offen

28.01.2019 - 10:19 0 Kommentare

Lufthansa hat noch nicht entschieden, wo die im kommenden Jahr zur Flotte stoßenden Boeing 777-9 stationiert werden. Gleichzeitig gibt Boeing erstmals Einblicke in die Kabine ihres neuen Langstrecken-Jets.

Das Bild zeigt eine Animation der Boeing 777-9 in der aktuellen Lufthansa-Livery. - © © Boeing -

Das Bild zeigt eine Animation der Boeing 777-9 in der aktuellen Lufthansa-Livery. © Boeing

Lufthansa wird im kommenden Jahr die ersten von 20 bestellten Boeing 777-9 übernehmen. Allerdings hat man beim Kranich noch nicht entschieden, ob die Flieger in Frankfurt oder München beheimatet werden. "Im Moment ist noch nicht definiert, wo sie stationiert werden", teilte ein Kranich-Sprecher auf Anfrage von airliners.de mit. Auch sei noch nicht entscheiden, welche Maschinen durch die 777-9 ersetzt werden.

Laut Branchenexperten könnte der Kranich mit den neuen Langstrecken-Jets die alternde Boeing-747-400-Flotte austauschen. So beträgt das Durchschnittsalter der 13 Maschinen rund 20 Jahre. Weiter wird vermutet, dass auch die A340-Flotte den Konzern verlassen könnte. Neben dem hohen Kerosinsverbrauch durch vier Triebwerke spielt auch hier das Alter eine Rolle. So sind die -300er durchschnittlich rund 19 Jahre alt, während die -600er im Schnitt 13 Jahre alt sind.

© Lufthansa, Lesen Sie auch: Lufthansa steht wohl vor Großbestellung

Lufthansa hat insgesamt 20 Maschinen der neuaufgelegten Boeing 777-X bestellt. Den ersten Flieger will die Airline im Sommer 2020 übernehmen. Fest steht, dass Lufthansa die Maschinen mit einer neu gestalteten Business Class ausstatten wird. Ob die Jets auch eine First Class bekommen, sagte Lufthansa-Vorstandsmitglied Harry Hohmeister bislang öffentlich nicht.

Neben den technischen Neuerungen wie den abgeknickten Flügelspitzen, einem reduzierten Verbrauch und einer höheren Passagierkapazität präsentierte Hersteller Boeing in der vergangenen Woche Neuerungen der Kabinenausstattung.

Boeing 777-Kabine breiter

Die Kabine ist rund zehn Zentimeter breiter als bei den Vorgänger-Versionen. Dadurch bietet Boeing den Airlines mehr Flexibilität beim Kabinenlayout. Für die Passagiere bedeutet das aber nicht immer mehr Platz. Es könne jetzt eine siebenreihige Business Class eingebaut werden, teilte Boeing mit.

Beim Interior-Design habe man aus den Erfahrungen der Kabinen-Layouts der 787-Familie und den neueren 737-Jets gelernt. Boeing bietet verschiedene Deckenpanellösungen und auch neue Gepäckfächervarianten an, die einen größeren Stauraum bieten sollen. Auch sind bei der Neuauflage der 777 die Fenster größer. Passagieren will man so eine bessere Sicht bieten.

Die Animation zeigt das neue Kabinen-Design der Boeing 777-X. Diese wird auch mit größeren Gepäckfächern ausgestattet. Foto: © Boeing

Neben der Sicht spielen auch eine konstante Innentemperatur und geringe Geräuschkulisse eine wichtige Rollen für das Wohlbefinden der Passagiere. Um beides zu gewährleisten, habe man das Luftstromsystem neugestaltet, sagt Boeing.

Derzeit haben acht Kunden 326 Jets bei dem US-Hersteller bestellt. Mit Abstand größte Kundin ist mit 150 Modellen der Golf-Carrier Emirates.

Bestellungen der Boeing 777-X
Airline Anzahl
ANA 20
Cathay Pacific 21
Emirates 150
Etihad Airways 25
Lufthansa 20
Qatar Airways 60
Singapore Airlines 20
Unbekannter Kunde 10

Die Grafik zeigt die Bestellungen der einzelnen Airlines von Boeings 777 X. Quelle: Boeing

Von: br
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