Lufthansa dementiert Bericht über Trennung von Thomas-Cook

24.04.2006 - 10:00 0 Kommentare

Frankfurt/Main/Düsseldorf (ddp.djn). Die Deutsche Lufthansa hat einen Medienbericht über einen bevorstehenden Verkauf ihres Anteils am Touristikkonzern Thomas Cook dementiert. «Es gibt überhaupt keine Vereinbarung mit der KarstadtQuelle AG», sagte ein Lufthansa-Sprecher am Montag in Frankfurt am Main. Zuvor hatte bereits ein KarstadtQuelle-Sprecher gesagt, dass es keinen neuen Sachstand gebe. Beide Unternehmen halten jeweils die Hälfte der Anteile an dem Reisekonzern. Schon seit längerem hatte KarstadtQuelle signalisiert, den Anteil an Thomas Cook erhöhen zu wollen. Seitdem kursieren in regelmäßigen Abständen Gerüchte, ein Ausstieg der Lufthansa bei dem Reisekonzern stehe unmittelbar bevor.

Am Montag hatte das «Handelsblatt» unter Berufung auf Finanz- und Unternehmenskreise berichtet, der KarstadtQuelle Vorstandsvorsitzende Thomas Middelhoff habe bei einem Treffen mit dem Lufthansa-Vorstandsvorsitzenden Wolfgang Mayrhuber grundsätzliche Übereinkunft über die Entflechtung von Thomas Cook erzielt. Demnach würde die Lufthansa ihren 50-prozentigen Thomas-Cook-Anteil an KarstadtQuelle verkaufen und die Ferienfluggesellschaft Condor, die bisher bei Thomas Cook integriert ist, wieder unter das eigene Konzerndach zurückführen. Der Handelskonzern solle für die Komplettübernahme einen mittleren bis hohen dreistelligen Millionenbetrag an Lufthansa zahlen.

Der neue Lufthansa-Finanzvorstand Stephan Gemkow sollte dem Bericht zufolge das Geschäft mit seinem Pendant bei Karstadt-Quelle, Harald Pinger, in den nächsten Wochen abschließen. Unter anderem müsste noch geklärt werden, welche Grundauslastung Thomas Cook der Condor aus dem eigenen Reisegeschäft garantieren könne. Bisher wird der Löwenanteil der 36 Condor-Flugzeuge mit Urlaubern der konzerneigenen Reiseveranstalter bestückt. Nach Abschluss der Detailverhandlungen sollte die Entflechtung im zweiten Halbjahr 2006 über die Bühne gehen.

Von: ddp
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