Lufthansa-Chef Spohr will sich nicht von Streiks bremsen lassen

17.09.2014 - 15:29 0 Kommentare

Im Streit mit den Piloten der Airline hat Lufthansa-Chef Carsten Spohr jetzt deutliche Worte gefunden. Die Kunden seien nicht bereit, Privilegien der Piloten zu bezahlen, erklärte er unter anderem.

Carsten Spohr, Vorstandsvorsitzender der Lufthansa - © © dpa - Arne Dedert

Carsten Spohr, Vorstandsvorsitzender der Lufthansa © dpa /Arne Dedert

Die Lufthansa besteht trotz der wiederholten Streiks auf Zugeständnissen der Piloten. "Die Sache ist zu wichtig für falsche Kompromisse", sagte Lufthansa-Chef Carsten Spohr der jüngsten Ausgabe des "Manager Magazin". Es sei unverantwortlich, die Zukunft der mehr als 100.000 Angestellten des Unternehmens, "nur um die Besitzstände von 5000 Piloten festzuschreiben". Das Management dürfe sich bei seinen Plänen nicht "von Arbeitskämpfen bremsen lassen".

Spohr bekräftigte die Forderung der Lufthansa an die Piloten, mindestens bis zum 60. Lebensjahr zu arbeiten. Diese höhere Grenze sei bei allen europäischen Airlines Standard. "Wir sind mit unseren Cockpitkosten nicht mehr wettbewerbsfähig", sagte Spohr dem Magazin. Es gebe "schlicht nicht mehr genug Kunden, die ihre Privilegien bezahlen", fügte er mit Blick auf die Piloten hinzu.

Die Airline befindet sich mit der Pilotengewerkschaft Cockpit im Streit um die sogenannte Übergangsverordnung. Sie erlaubt es Piloten bisher, ab dem Alter von 55 Jahren in den bezahlten Frühruhestand zu gehen. Sie erhalten in der Übergangszeit bis zur gesetzlichen Rente bis zu 60 Prozent ihrer Bezüge. Der Konzern will die Altersgrenze erhöhen. Cockpit lehnt dies bisher ab und organisierte seit Anfang August drei Pilotenstreiks.

© dpa, Fredrik von Erichsen Lesen Sie auch: Vereinigung Cockpit sagt Streik der Piloten ab

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Von: AFP
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