Lufthansa-Chef Spohr: "Etihad-Beteiligung ist kein Thema"

17.02.2017 - 12:51 0 Kommentare

Lufthansa-Chef Carsten Spohr lobt in einem Interview den Partner Etihad. Im Gegensatz zu anderen Golf-Carriern setze diese nicht auf blindes Wachstum. Eine Beteiligung sei jedoch kein Thema, so der Manager.

Carsten Spohr, Chef der Lufthansa.  - © © dpa - Paul Zinken

Carsten Spohr, Chef der Lufthansa. © dpa /Paul Zinken

Lufthansa-Chef Carsten Spohr hat einer Beteiligung des Golf-Carriers Etihad eine Absage erteilt. "Eine Beteiligung von Etihad oder des Staatsfonds an uns oder umgekehrt ist in den aktuellen Gesprächen kein Thema", sagte Spohr jetzt dem "Manager Magazin". Im Rahmen einer engeren Kooperation mit der staatlich gestützten Airline aus Abu Dhabi waren Fragen aufgekommen, ob die beiden Firmen sich aneinander beteiligen.

Etihad gibt einen Teil der Flugzeuge seiner Beteiligung Air Berlin über ein Leasing-Geschäft an das Dax-Unternehmen. Außerdem hatten sich Lufthansa und Etihad im Dezember auf ein Codeshare-Abkommen geeinigt, welches seit kurzem in Kraft ist. Auch eine weitergehende Zusammenarbeit ist bereits beschlossen. Es geht dabei unter anderem um die Bordverpflegung.

© Lufthansa Group, Lesen Sie auch: Lufthansa Group arbeitet noch enger mit Etihad zusammen

Lufthansa hatte in der Vergangenheit immer wieder die Golf-Carrier kritisiert. Es ging dabei zum Beispiel um staatliche Subventionen. An dieser Haltung habe sich nichts geändert, hatte Spohr bei der Vorstellung der Etihad-Kooperation gesagt. "Ich bin aber der Überzeugung, dass man zusammenarbeiten kann, auch wenn man nicht bei allen Dingen einer Meinung ist."

Im "Manager Magazin" lobte der Manager die Partner-Airline Etihad. Im Gegensatz zu anderen Golf-Carriern setze diese nicht auf blindes Wachstum, sondern "auf eine Partnerstrategie und adäquate Kapazitäten".

Von: ch, mit Material von dpa
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