Lufthansa-Cargo-Tochter Time Matters will in Asien durchstarten

12.06.2019 - 15:21 0 Kommentare

Der auf eilige Transporte Logistiker Time Matters eröffnet eine Dependance in China und erhält eine Betriebslizenz ohne die Beteiligung eines chinesischen Partners. Die Expansion in Asien ist aber noch nicht abgeschlossen.

Flugzeugbeladung bei Time Matters. - © © Time Matters -

Flugzeugbeladung bei Time Matters. © Time Matters

Nach Europa und den USA rückt jetzt der Ferne Osten in den Fokus des Neu Isenburger Dienstleisters. Wie das Management gegenüber dem Fachportal "Cargo Forwarder" bestätigte, wurde jetzt die erste Tochtergesellschaft in China gegründet.

"Aus unserer früheren Repräsentanz in Shanghai ist vor wenigen Tagen die Time Matters International Freight Forwarding Ltd. geworden", bestätigte Mit-Geschäftsführer Alexander Kohnen. Sieben Mitarbeiter, ein Mix aus lokalen Experten und Europäern, wird das Geschäft mit Eilsendungen und komplexen Logistiklösungen jetzt vom Shanghaier Firmensitz aus aufbauen.

Rechtlich besonders interessant: Die neue Firmentochter von Time Matters agiert als eigenständige Landesgesellschaft; an ihr ist kein chinesischer Anteilseigner beteiligt. "Damit sind wir die ersten innerhalb des Lufthansa Konzerns – Time Matters ist eine Tochter (100 Prozent) der Lufthansa Cargo AG – die eine Betriebslizenz von den Behörden erhielt, ohne die Beteiligung eines chinesischen Partners", betont Geschäftsführer Kohnen. Time Matters wurde 2002 gegründete.

Rechtliche Besonderheit in China

Shanghai soll aber erst der Anfang der neuen Fernost-Offensive des Spezialdienstleisters sein. "Wir werden in aller Kürze die Gründung von fünf bis zehn weiteren Büros in China bekanntgeben", kündigt Manager Kohnen an. Welche Städte das sind, soll erst in etwa zwei Wochen öffentlich werden. Allerdings dürfte es sich um Standorte handeln mit hohem Bedarf an eiligen Transporten, etwa Produktionsstätten der Autoindustrie, von Pharma- und Arzneimitteln und der Luftfahrtbranche. Die Shanghaier China-Zentrale wird an den Ostasien-Hauptsitz von Time Matters in Singapur berichten.

Als nächsten Schritt sollen weitere Stationen in Japan und Südostasien errichtet werden, kündigt das Management an. Sobald erfolgt, will Time Matters den Kunden in Fernost pan-asiatische Day-to-day-Dienste anbieten. Zudem soll das chinesische Netz mit dem europäischen Netz des Dienstleisters verbunden werden. Schließlich peilt das Unternehmen transpazifische Schnelldienste an. "Das wird aber erst der Fall sein, wenn das innerchinesische Netz steht und die Produktionsqualität sichergestellt ist", betont Larsch Krosch, der für das operative Geschäft zuständige Leiter. Zudem würden dazu Fluglinien als Partner benötigt, die über ein dichtes transpazifisches Netzwerk verfügen und die verlässlich sind, fügt er hinzu.

Derzeit arbeitet der Logistiker auf Routen zwischen Europa und Asien mit den einschlägigen Airlines wie der japanischen ANA, Cathay Pacific, Lufthansa und deren Tochter AUA, Air France-KLM und anderen zusammen. Auf Transatlantikstrecken kommen United Airlines und American Airlines hinzu. In Nordamerika ist die Firma in den meisten Metropolen mit Stationen vertreten. Zusammen mit dem etablierten europaweiten Netzwerk sind das beiderseits des Atlantiks über 120 eigene Vertretungen. In der EU sind Frankfurt, München und Wien die drei wichtigsten Knoten im Netz von Time Matters.

Von: Heiner Siegmund für airliners.de
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