Lufthansa Cargo hat kein Problem mit Ölpreisen

08.06.2018 - 14:44 0 Kommentare

Die steigenden Kerosinpreise machen Lufthansa-Cargo-Chef Gerber keine Sorgen, sagt er in einem Interview. Das Frachtgeschäft laufe weiterhin gut. Die Lufthansa-Airline bekommt zudem zwei zusätzliche Maschinen.

Peter Gerber ist Chef von Lufthansa Cargo. - © © Lufthansa Cargo -

Peter Gerber ist Chef von Lufthansa Cargo. © Lufthansa Cargo

Anders als Passagier-Airlines ist Lufthansa Cargo von der aktuellen Verteuerung des Kerosins kaum betroffen. "Auch ein steigender Ölpreis wird uns nicht signifikant bremsen", sagte Airline-Chef Peter Gerber im Interview mit dem "Handelsblatt".

© dpa, Andreas Gebert Lesen Sie auch: Airlines sichern sich beim Ölpreis ab

Denn Lufthansa Cargo erhebe Zuschläge, die sich analog zum Ölpreis entwickelten. Die höheren Treibstoffkosten würden so automatisch aufgefangen, erklärte Gerber.

Gute Zahlen in der Fracht

Das Frachtgeschäft der Lufthansa-Tochter laufe weiterhin gut. Im ersten Quartal 2018 hatte sich der Umsatz um über zwölf Prozent verbessert, das operative Ergebnis (Adjusted Ebit) stieg um 97 Prozent. "Es hat seitdem keine Veränderung gegeben", so Gerber.

Die Zahlen der Lufthansa-Sparte Logistik im ersten Quartal 2018

Quelle: Lufthansa Group

Lufthansa Cargo soll zwei zusätzliche Frachter vom Typ Boeing 777F bekommen, wie der Mutterkonzern im Mai ankündigte. Laut Gerber steht aber noch nicht fest, ob diese unter der Kranichmarke eingesetzt werden oder bei Aerologic, dem Joint-Venture mit DHL.

Bisher wurde spekuliert, dass zumindest eine Maschine an Aerologic gehen soll. Lufthansa Cargo hat derzeit fünf 777 und zwölf MD-11, während Aerologic zehn 777 betreibt.

Kosten bleiben ein Problem

2017 schaffte Lufthansa Cargo nach schwierigen Jahren mit einem überraschend positiven Ergebnis die Rückkehr in die Gewinnzone. Dazu beigetragen hatte neben einer anziehenden Nachfrage ein rigides Sparprogramm mit der Streichung von rund 800 Stellen.

Gleichwohl sei Lufthansa Cargo im jetzigen Aufwärtstrend personell nicht zu knapp aufgestellt, so Gerber. Die Airline habe in Bereichen, in denen es operativ notwendig war, auch neue Mitarbeiter eingestellt. Trotz der erreichten Einsparungen seien die Kostenstrukturen weiter ein Problem für Lufthansa Cargo, mahnt der Manager. Denn das Geschäft entwickle sich zyklisch, mit den Umsätzen könne es auch schnell wieder abwärtsgehen.

Von: pra
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