Lufthansa Cargo spürt Pilotenstreik kaum

08.10.2014 - 09:56 0 Kommentare

Der Pilotenstreik bei Lufthansa Cargo hat bislang nur minimale Auswirkungen auf die Frachtfluggesellschaft. Zwei Flüge wurden vorverlegt, auch alle weiteren sollen stattfinden.

Geöffnete Ladeluke eines MD-11-Frachters der Lufthansa Cargo. - © © Lufthansa Cargo -

Geöffnete Ladeluke eines MD-11-Frachters der Lufthansa Cargo. © Lufthansa Cargo

Der neuerliche Pilotenstreik bei der Lufthansa hat nach Angaben der Fluggesellschaft nur minimale Auswirkungen. Es seien wie geplant zwei Frachtflüge nach Peking und Johannesburg vorverlegt worden, sagte ein Sprecher der Frachttochter Lufthansa Cargo am heutigen Mittwoch in Frankfurt. «Die sind beide gut gefüllt rausgegangen.»

Die übrigen 19 vom Streik bedrohten Flüge könnten mit eigenen freiwilligen Piloten wie vorgesehen stattfinden. Die Gewerkschaft Vereinigung Cockpit hat ihre Mitglieder zu einem zweitägigen Streik bei LH Cargo bis zum morgigen Donnerstag aufgerufen, der aber offensichtlich ins Leere läuft. Es ist inzwischen die sechste Streikwelle im Tarifkonflikt um die Übergangsrenten der Piloten.

Bislang wurden im härtesten Ausstand der Lufthansa-Geschichte mehr als 4300 Flüge gestrichen, eine knappe halbe Million Fluggäste waren betroffen. Dieses Mal sollten die Passagiere verschont bleiben.

Lufthansa Cargo selbst betreibt 19 reine Frachtmaschinen und beschäftigt knapp 450 Piloten. Diese fallen zwar - wie ihre Kollegen der zuvor bestreikten Lufthansa-Passage - unter den Konzerntarifvertrag, haben aber eine vergleichsweise schlechtere Übergangsversorgung.

Frachtpiloten konnten bisher frühestens mit 60 Jahren in den vom Unternehmen finanzierten Vorruhestand gehen, fünf Jahre später als ihre Passage-Kollegen. Das durchschnittliche Eintrittsalter in den Vorruhestand habe bei Cargo in den vergangenen fünf Jahren bei 63,2 Jahren gelegen, erklärte das Unternehmen. Für die Passage-Piloten wurde ein durchschnittliches Eintrittsalter von 58,9 Jahren genannt.

Von: dpa
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