Feuer schon im Landeanflug?

Lufthansa-Cargo-MD-11 in Riad verunglückt

27.07.2010 - 19:33 0 Kommentare

Eine Frachtmaschine der Lufthansa Cargo ist am Dienstag am Flughafen von Riad in Saudi-Arabien verunglückt. Die Lufthansa bestätigte den Unfall. Beiden Piloten hätten verletzt überlebt. Die Maschine vom Typ MD-11 soll bereits im Anflug gebrannt haben.

Lufthansa Cargo MD-11F

Lufthansa Cargo MD-11F
© AirTeamImages.com

Fernsehbilder zeigen die verunglückte Lufthansa-Cargo MD-11

Fernsehbilder zeigen die verunglückte Lufthansa-Cargo MD-11
© alriyadh.com

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Verungl

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© dpa

Lufthansa-Cargo MD-11 in Riad

Lufthansa-Cargo MD-11 in Riad
© dpa

Ausgebrannte MD-11 der Lufthansa Cargo in Riad

Ausgebrannte MD-11 der Lufthansa Cargo in Riad
© dpa - dpa - Bildfunk

Fernsehbilder zeigen die verunglückte Lufthansa-Cargo MD-11

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Fernsehbilder zeigen die verunglückte Lufthansa-Cargo MD-11

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Fernsehbilder zeigen die verunglückte Lufthansa-Cargo MD-11

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Auf dem Flughafen der saudi-arabischen Hauptstadt Riad ist am Dienstag ein Frachtflugzeug der Lufthansa Cargo verunglückt. Die MD-11 mit der Registrierung D-ALCQ liegt in zwei Teile zerbrochen auf dem Flughafen in Riad.

Das Unglück ereignete sich um 11.38 Uhr MESZ (08:38Z), als die Maschine auf der Runway 33L des internationalen auf dem King-Khaled-Flughafens von Riad aufsetzte. Die MD-11 rutschte den Angaben zufolge nach links von der Runway und brach in zwei Teile. Fotos zeigen, wie sich in dem aufgebrochenen Rumpf dichte Rauchwolken entwickelten. 

Unbestätigten Angaben zufolge hatte die Crew bereits im Landeanflug eine Notlage und Feuer im Laderaum gemeldet. Augenzeugen wollen die Maschine mit einer Rauchfahne im Endanflug gesehen haben. Das Feuer entwickelte sich auch den Fotos nach in der Mitte der Maschine. Frontsektion, Heck sowie die Flügel und Triebwerke standen nicht in Flammen.

Das Flugzeug war mit insgesamt 80 Tonnen Fracht auf dem Cargo-Umlauf LH 8460 von Frankfurt über Riad und Schardscha nach Hongkong unterwegs, bestätigte ein Sprecher der Lufthansa Cargo. Bislang sei nicht bekannt, welche Fracht geladen war und welche Kunden betroffen sind. Ein Expertenteam der Lufthansa sei auf dem Weg, um die Aufklärung des Unfalls zu unterstützen.

Die beiden Piloten an Bord überlebten das Unglück verletzt, bestätigte ein Lufthansa-Cargo-Sprecher am Nachmitag entsprechende Presseberichte. Die Verletzten wurden den Angaben zufolge in ein Krankenhaus gebracht. Mit ihnen habe es schon «telefonischen Kontakt» gegeben. Die zweiköpfige Besatzung habe das Flugzeug über Notfallrutschen verlassen können. Weitere Opfer gab es nicht, wie es hieß. Der Sprecher betonte, es habe sich um «erfahrene Piloten» gehandelt.

"Dreistrahler" MD-11: Erfolgreich nur als Frachter

Das dreistrahlige Langstreckenflugzeug McDonnell Douglas MD-11 hatte seinen Erstflug im Januar 1990. Die Maschine ist eine Weiterentwicklung der Douglas DC-10. Nach der Übernahme von McDonnell Douglas durch Boeing im Jahr 1997 wurden alle bestellten Exemplare als Boeing MD-11 ausgeliefert - Neubestellungen wurden von Boeing nicht mehr angenommen. Das 200. und letzte Flugzeug wurde am 22. Februar 2001 an Lufthansa Cargo ausgeliefert.

Mittlerweile ist der Typ fast nur noch als Frachtflugzeug anzutreffen, oft auch als Umbau früherer Passagiermaschinen. Im Passagier-Linienverkehr fliegen MD-11 heute nur noch bei KLM und World Airways. Hauptbetreiber ist FedEx mit fast 60 Maschinen. Lufthansa Cargo betreibt eine MD-11-Flotte von 19 Maschinen, wobei zuletzt nur 16 im Einsatz waren.

Von: airliners.de mit ddp, dpa, AFP
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