"Hatten gehofft, Buchungszahlen steigen schneller"

31.05.2017 - 11:42 0 Kommentare

Lufthansa Cargo setzt auch auf das Geschäft mit Privatkunden. Doch die Buchungszahlen könnten höher sein, wie Airline-Chef Peter Gerber sagt. Beim Buchungsprozess nennt er ein anderes Unternehmen als Maßstab.

Geöffnete Ladeluke eines MD-11-Frachters der Lufthansa Cargo. - © © Lufthansa Cargo -

Geöffnete Ladeluke eines MD-11-Frachters der Lufthansa Cargo. © Lufthansa Cargo

Das Projekt "myAirCargo" von Lufthansa Cargo läuft noch nicht so gut, wie sich das die Airline vorgestellt hat. "Wir hatten offen gestanden damit gerechnet, dass die Buchungszahlen etwas schneller steigen werden", sagte Airline-Chef Peter Gerber jetzt im Interview mit dem "Handelsblatt" (Paywall). "Aber das Produkt ist noch ganz neu, muss erst richtig bekannt werden. Das machen wir gerade."

Seit August 2016 können Privatkunden über die Onlineplattform "myAirCargo" Fracht per Lufthansa Cargo verschicken. Bisher habe man sich ausschließlich auf das Geschäft von Airport zu Airport konzentriert, so Gerber. "Bei myAirCargo liefern wir von Tür zu Tür."

Lufthansa Cargo soll "so gut werden wie Amazon"

Noch sei zum Beispiel der Buchungsprozess zu kompliziert. "Wir müssen hier so gut werden wie Amazon", sagt der Airline-Manager. Kunden würden das Angebot bisher vor allem für Umzüge, Antiquitäten oder Sperrgut nutzen. Es sei aber klar, dass "es niemals ein großes Massengeschäft werden wird", so Gerber.

© BDF, Lesen Sie auch: Lufthansa Cargo setzt auf Privatkunden und Online-Handel

Mit den Angeboten für Privatkunden reagiert Lufthansa Cargo auf die Krise in der Luftfracht. Auch die Digitalisierung des Geschäfts gehört zur Strategie. Außerdem läuft ein Programm, mit dem jährlich 80 Millionen Euro eingespart werden sollen. Weltweit sollen bis zu 800 Arbeitsplätze gestrichen werden - bis zu 500 allein in Deutschland.

Im vergangenen Jahr lag der operative Verlust (adjusted Ebit) von Lufthansa Cargo bei 50 Millionen Euro. Den Einbruch begründete die die Airline mit dem Preiskampf in der Branche und den Kosten des Sanierungsprogramms. Wie Airline-Chef Gerber sagte, erzielte die Lufthansa-Tochter im ersten Quartal dieses Jahres einen operativen Gewinn in Höhe von 33 Millionen Euro.

Von: ch
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