Lufthansa-Aufsichtsrat beschließt neue Regeln für Vorstandsvergütung

09.05.2017 - 11:55 0 Kommentare

Manager der Lufthansa werden im Dax-Durchschnitt nur gering am wirtschaftlichen Erfolg des Konzerns beteiligt. Das soll sich nun ändern. Das Kontrollgremium stimmt einem neuen Vergütungsmodell zu.

Das Logo der Lufthansa ist auf einem Absperrband zu sehen. - © © dpa - Federico Gambarini

Das Logo der Lufthansa ist auf einem Absperrband zu sehen. © dpa /Federico Gambarini

Die Führungsetage von Lufthansa soll künftig noch stärker vom wirtschaftlichen Erfolg der Fluggesellschaft profitieren. Der Aufsichtsrat der Fluggesellschaft beschloss nun neue Vergütungsregeln, wie ein Firmensprecher sagte. Demnach soll die erfolgsabhängige Vergütung über drei Jahre bei entsprechend guter Gewinnentwicklung höher ausfallen.

Zustimmung der Aktionäre nötig

Da der Bonus zeitverzögert ausgezahlt werde, würde die Änderung aber frühestens ab März 2020 wirksam. Nötig sei ferner die Zustimmung der Aktionäre auf der Hauptversammlung 2018, so der Sprecher. Mit den neuen Regeln reagiere Lufthansa auf die Tatsache, dass die Vorstände der Airline geringer am Unternehmensgewinn beteiligt würden als andere Dax-Topmanager.

Die Airline hatte 2016 mit einem Ergebnis von 1,8 Milliarden Euro den zweiten Rekordgewinn in Serie erzielt. Der fünfköpfige Vorstand verdiente im vergangenen Jahr laut Geschäftsbericht insgesamt rund 10,4 Millionen Euro - gut acht Prozent mehr als im Vorjahr. Vorstandschef Carsten Spohr kam demnach auf ein Jahresgehalt von 3,9 Millionen Euro - im Schnitt sind es im Dax rund 6,3 Millionen Euro.

Von: cs, dpa-AFX, AFP
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