Lufthansa will Air-Dolomiti-Flotte verdoppeln

25.09.2018 - 11:58 0 Kommentare

Lufthansa steht vor einem Wechsel ihrer Italien-Strategie: Statt eine Übernahme der Alitalia zu forcieren, investiert der Kranich jetzt rund 100 Millionen Euro in den Ausbau ihrer italienischen Tochter Air Dolomiti.

Leitwerk einer ATR der Air Dolomiti - © © Lufthansa -

Leitwerk einer ATR der Air Dolomiti © Lufthansa

Lufthansa wird offenbar rund 100 Millionen in ihre Italienische Regional-Tochter Air Dolomiti investieren. Das sagte der deutsche Airline-Chef Jörg Eberhart in einem Interview mit der italienischen Tageszeitung "Corriere della Serra." So wolle man die Flotte von derzeit zehn Embraer 195 auf zwanzig verdoppeln, das Zubringernetzwerk zu den Lufthansa-Drehkreuzen ausbauen und möglicherweise auch eine Wartungsabteilung am Flughafen von Florenz einrichten.

Wichtigste Airports für Air Dolomiti
Airports 0
München 41.5
Verona 14.9
Venedig 10.3
Bologna 9.4
Frankfurt 8.5
Florenz 8.2
Bari 4.2
Turin 3.0
Übrige Airports 10.4

Die Grafik zeigt die prozentuale Verteilung der Kapazitäten an den wichtigsten Airports von Dolomiti. Quelle: ch-Aviation

Air Dolomiti gehört seit 2003 zu 100 Prozent dem Lufthansa-Konzern. Aktuell bietet die Airline von sieben italienischen Flughäfen (Bari, Bologna, Florenz, Mailand, Turin, Venedig und Verona) ausschließlich Verbindungen zu den Lufthansa-Drehkreuzen München und Frankfurt an. Darüber hinaus führt der Regional-Carrier ab München viele Flüge für die Lufthansa im Wet-Lease durch.

Änderung der Italien-Strategie

Mit dem Ausbau der eigenen Regional-Tochter deutet sich ein Wechsel der Italien-Strategie der Lufthansa an, sieht die Nachrichtenplattform "TTG Italia". Lufthansa hatte wiederholt ihr Interesse an einem Einstieg bei Alitalia bekundet, wurde aber von der neuen populistischen Regierung in Rom mehrfach abgewiesen.

© ANSA/dpa, Ettore Ferrari Lesen Sie auch: Staatliche Investoren wollen Alitalia nicht

Zuletzt forderte, die italienische Regierung eine "100-prozentige italienische Lösung" für den angeschlagenen Flag-Carrier zu finden. Das Vorhaben gestaltet sich jedoch als schwieriger als erwartet. Die Unternehmen, die nach den Plänen Anteile übernehmen sollten, haben der Regierung eine Absage erteilt.

Von: br
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